Jean-Pierre Jaussaud

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Jean-Pierre Jaussaud 2009

Jean-Pierre Jaussaud (* 3. Juni 1937 in Caen) ist ein ehemaliger französischer Automobilrennfahrer und zweifacher Sieger der 24 Stunden von Le Mans.

Jean-Pierre Jaussaud war in den 1980er-Jahren in Frankreich ein sehr populärer Pilot, das lag vor allem an seinem beiden Gesamtsiegen bei den 24 Stunden von Le Mans 1978 und 1980.

Seine Rennkarriere begann der Franzose 1964 nach dem Besuch einiger Rennschulen, als er mit der Hilfe von Shell-Sponsorgeld in die französische Formel-3-Meisterschaft einstieg. 1965 bekam er einen Werksvertrag bei Matra und wurde hinter seinem Teamkollegen Jean-Pierre Beltoise auf einem Matra MS5 Zweiter in der Meisterschaft. Jaussaud blieb bis Ende 1966 bei Matra. 1970 gewann er die französische Formel-3-Meisterschaft auf einem Tecno.

1971 wechselte Jaussaud in die Formel 2. Er fuhr einen March 712 für das Team Shell Arnold und wechselte 1972 zu Brabham. In der Meisterschaft musste er sich Ende der Saison nur dem ehemaligen britischen Motorradweltmeister Mike Hailwood geschlagen geben. Trotz guter Kontakte schaffte es Jaussaud nicht in ein Formel-1-Cockpit, und da er in weiteren Saisons in der Formel 2 keinen Sinn sah, beendete er seine Monopostokarriere und fuhr nur mehr Sportwagenrennen.

1976 wurde er Werksfahrer bei Renault Alpine. 1978 gewann er gemeinsam mit Didier Pironi das 24-Stunden-Rennen von Le Mans – ein großer Triumph, der auch außerhalb der Motorsportszene in Frankreich wahrgenommen wurde und die beiden Piloten zu Nationalhelden machte. 1979 wurde er französischer Tourenwagenmeister und gewann 1980 mit Jean Rondeau zum zweiten Mal in Le Mans. 1992 beendete Jaussaud seine Rennkarriere und wurde Renninstrukteur.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1966 FrankreichFrankreich Matra Sports Srl. Matra MS620 FrankreichFrankreich Henri Pescarolo Ausfall Ölpumpe
1967 FrankreichFrankreich Equipe Matra Sports Matra MS630 FrankreichFrankreich Henri Pescarolo Ausfall Aufhängung
1973 FrankreichFrankreich Equipe Matra Simca Shell Matra MS670B FrankreichFrankreich Jean-Pierre Jabouille Rang 3
1974 FrankreichFrankreich Equipe Gitanes Matra MS670B FrankreichFrankreich Bob Wollek FrankreichFrankreich José Dolhem Ausfall Motorschaden
1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Gulf Research Racing Co. Gulf GR8 AustralienAustralien Vern Schuppan Rang 3
1976 FrankreichFrankreich Inaltera Inaltera LM FrankreichFrankreich Jean Rondeau BelgienBelgien Christine Beckers Rang 21
1977 FrankreichFrankreich Renault Sport Alpine A442 FrankreichFrankreich Patrick Tambay Ausfall Motorschaden
1978 FrankreichFrankreich Renault Sport Alpine A442 FrankreichFrankreich Didier Pironi Gesamtsieg
1979 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Grand Touring Cars Inc. Ford M10 AustralienAustralien Vern Schuppan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Hobbs Ausfall Unfall
1980 FrankreichFrankreich Jean Rondeau ITT Le Point Rondeau M379B FrankreichFrankreich Jean Rondeau Gesamtsieg
1981 FrankreichFrankreich Otis Jean Rondeau Rondeau M379C FrankreichFrankreich Jean Rondeau Ausfall Chassis gebrochen
1982 FrankreichFrankreich Automobiles Jean Rondeau Rondeau M382C FrankreichFrankreich Henri Pescarolo Ausfall Motorschaden
1983 FrankreichFrankreich Ford Concessionaires France Rondeau M482 FrankreichFrankreich Philippe Streiff Ausfall Ölleck

Weblinks[Bearbeiten]