Jean-Pierre Monseré

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Jean-Pierre Monseré (r.) im Keller der Radrennbahn Het Kuipke in Gent

Jean-Pierre Monseré (* 8. September 1948 in Roeselare, Belgien; † 15. März 1971 in Retie) war ein belgischer Radrennfahrer.

Als Amateur wurde Jean-Pierre „Jempi“ Monseré zweimal - 1967 und 1968 - Belgischer Meister in der Mannschaftsverfolgung. Ebenfalls 1968 wurde er belgischer Militärmeister und nahm zudem an den Olympischen Spielen in Mexiko teil, wo er den sechsten Platz im Straßenrennen belegte. 1969 wurde er in Brünn Vize-Weltmeister im Straßenrennen der Amateure. Unmittelbar nach der WM wurde Monseré Profi und gewann gleich die Lombardei-Rundfahrt, nachdem der zunächst Erstplatzierte Gerben Karstens wegen Dopings disqualifiziert worden war. Im Jahr darauf wurde er mit 21 Jahren der bis dahin zweitjüngste Weltmeister im Straßenrennen der Profis sowie Belgischer Meister im Omnium auf der Bahn.[1] 1971 wurde er ein weiteres Mal Belgischer Meister, im Zweier-Mannschaftsfahren gemeinsam mit Patrick Sercu, und gewann die Andalusien-Rundfahrt. Er bestritt auch vier Sechstagerennen und gewann 1970 das von Gent mit Sercu.

Am 15. März 1971 wurde Monseré, der als eines der größten Talente seiner Generation galt und über ein großes Charisma verfügte, von einem Fahrzeug während des Großen Preises von Retie angefahren und starb noch am Unfallort.

Fünf Jahre später, am 17. Juli 1976, fuhr sein Sohn Giovanni im Regenbogentrikot seines Vaters mit Freunden Rad. Auch er wurde von einem Auto erfasst und starb.

Ehrungen[Bearbeiten]

Seit 1970 wird in Roeselare das „Criterium JP Monseré“ veranstaltet. Das Nationaal Wielermuseum in seinem Heimatort Roeselare hat dem berühmten Sohn der Stadt einen eigenen Ausstellungsraum gewidmet.[2]

Rennerfolge[Bearbeiten]

1969
1970
1971

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Bisher jüngster Weltmeister war der Belgier Karel Kaers, der 1934 Weltmeister im Alter von 20 Jahren wurde.
  2. Monserézaal auf wielermuseum.be abgerufen am 6. Februar 2013

Weblinks[Bearbeiten]