Jean-Pierre Renouard

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Jean-Pierre Renouard (* 9. Juli 1922 in Paris), war in der Zeit des Nationalsozialismus ein politischer Häftling und ein Überlebender der Konzentrationslager Neuengamme, Misburg und Bergen-Belsen, der seine Erinnerungen 1993 in dem Werk: Un Uniform rayé d’Enfer (Die Hölle gestreift) veröffentlichte.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs flüchtete Renouard mit seiner Familie nach Südfrankreich, um der deutschen Besatzung zu entgehen. In der kleinen Stadt Albi wurde Renouard im Untergrund aktiv und am 16. Mai 1944 von dem NS-Regime verhaftet und nach Neuengamme gebracht. Anschließend kam er in des Aussenlager in Misburg, um im Bereich der Deurag-Nerag (eine Erdölraffinerie) Trümmer zu beseitigen. Gegen Kriegsende wurde er nach Bergen-Belsen ünerführt, wo er schließlich von den Truppen der Alliierten befreit wurde.

Von 1951 bis 1953 studierte Renouard in den USA Betriebswirtschaft an der Cornell University in Ithaca (New York). Anschließend war er 40 Jahre in der Erdölbranche tätig und beendete seine berufliche Laufbahn als Vorstandsvorsitzender der französischen Copechim-Gruppe. Renousard ist ehrenamtlich für mehrere Dachverbände französischer Widerstandsorganisationen tätig.[1]

Renouard schildert in seinem Werk die Ereignisse aus seinem Leben in kurzen Episonen, die sich chronologisch aneinanderreihen. Er gibt dabei weniger einen allgemeinen Überblick als vielmehr seine persönlichen Erfahrungen wieder. Die Berichte konzentrieren sich zu einem Großteil auf seine Zeit im Lager Misburg bei Hannover in der Zeit zwischen Juli 1944 und April 1945, in dem er mit weiteren internationalen Häftlingen zum Arbeitsdienst verpflichtet worden war.[2] Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt, so beispielsweise 1993 und 2012 unter dem englischen Titel My stripes were earned in hell[3] oder 2001 auf chinesisch als Dai tiao wen de di yu qiu fu.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografische Notiz. in: Die Hölle gestreift. (= Bergen-Belsen Schriften. Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, Hannover 1998) Leipziger Univ.-Verl., Leipzig 1999, ISBN 3-933-24042-5. S. 175.
  2. Ingrid Schupetta: Rezension – Die Hölle gestreift auf hsozkult.geschichte.hu-berlin.de, abgerufen am 28. Februar 2014. (PDF)
  3. My stripes were earned in hell auf examiner.com, abgerufen am 28. Februar 2014.
  4. Dai tiao wen de di yu qiu fu auf worldcat.org, abgerufen am 28. Februar 2014.