Jean-Yves Le Drian

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Jean-Yves Le Drian (2012)

Jean-Yves Le Drian (* 30. Juni 1947 in Lorient, Département Morbihan) ist ein französischer Politiker der Parti Socialiste (PS), seit 2004 Präsident des Regionalrates der Bretagne und seit Mai 2012 Verteidigungsminister im Kabinett von Premierminister Jean-Marc Ayrault.

Leben[Bearbeiten]

Studium, Bürgermeister und Abgeordneter[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch und der Ableistung seines Wehrdienstes beim 512. Eisenbahnregiment in Saint-Lô begann der aus einer Arbeiterfamilie stammende Le Drian 1966 ein Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität Rennes 2. Während seines Studiums war er Vorsitzender des Studentenverbandes Union nationale des étudiants de France (UNEF) und leitete deren Protestaktionen im Mai 1968. Nach Abschluss des Studiums mit einem Diplom wurde er Wissenschaftlicher Assistent für Zeitgeschichte an der Universität Rennes 2.

Sein politisches Engagement begann Le Drian, der 1974 Mitglied der PS und bereits 1975 Sekretär der PS in Lorient wurde, in der Kommunalpolitik als er im März 1977 Vize-Bürgermeister seiner Geburtsstadt Lorient wurde und danach von Juli 1981 bis März 1998 Bürgermeister war.

Zugleich wurde im April 1978 als Kandidat der PS erstmals zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt und vertrat in dieser bis zu seinem Rücktritt im Juni 1991 den Wahlkreis Morbihan V.

Staatssekretär, Regionalratspräsident und Minister[Bearbeiten]

Jean-Yves Le Drian (2011)

Grund seines Rücktritts war seine Berufung zum Staatssekretär für Meeresangelegenheiten am 16. Mai 1991 in das Kabinett von Premierministerin Edith Cresson, dem er bis zum Ende von Cressons Amtszeit am 2. April 1992 angehörte.

Am 12. Juni 1997 wurde er dann abermals zum Abgeordneten der Nationalversammlung und vertrat in dieser bis zu seiner Ablösung durch Françoise Olivier-Coupeau am 19. Juni 2007 wiederum den Wahlkreis Morbihan V.

Zugleich wurde er im März 1998 Mitglied des Regionalrates der Region Bretagne und ist seit dem 28. März 2004 als Nachfolger von Josselin de Rohan Präsident des Regionalrates der Bretagne. Im ersten Wahlgang erhielt er 38,5 Prozent, während Amtsinhaber de Rohan von der Union pour un mouvement populaire (UMP) 25,6 Prozent und der Kandidat der Union pour la démocratie française (UDF) 11,1 Prozent erhielten. In der zweiten Wahlrunde erhielt das von Le Drian geführte Wahlbündnis aus PS, PC, Grünen und PRG 58,7 Prozent sowie 57 der 83 Sitze im Regionalrat, während UMP und UDF 41,4 Prozent und 26 Sitze bekamen.[1] Das Amt des Regionalratspräsidenten trat er offiziell am 2. April 2004 an.[2]

Bei seiner Wiederwahl im März 2010 erhielt er 50,27 Prozent der Stimmen.[3] Darüber hinaus war er von März 1998 bis April 2004 Mitglied des Gemeinderates von Lorient.

Le Drian wurde nach der Wahl von François Hollande zum Staatspräsidenten und der Benennung von Jean-Marc Ayrault zum Premierminister, von diesem am 16. Mai 2012 zum Verteidigungsminister in dessen Kabinett berufen.[4][5][6][7][8][9] Bei seiner Arbeit wird er insbesondere von Kader Arif unterstützt, der als Beigeordneter Minister im Verteidigungsministerium für Veteranenangelegenheiten zuständig ist.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean-Yves Le Drian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 21. März 2004 (rulers.org)
  2. 2. April 2004 (rulers.org)
  3. Bretagne : la liste PS de Le Drian frôle la majorité absolue. In: Le Monde vom 21. März 2010 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)
  4. 6. Mai 2012 (rulers.org)
  5. Kabinett in Frankreich - Weggefährten und junge Senkrechtstarter. In: Süddeutsche Zeitung vom 16. Mai 2012 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)
  6. Jean-Yves Le Drian, l'homme qui voulait devenir à tout prix ministre de la Défense. In: La Tribune vom 16. Mai 2012 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)
  7. Jean-Yves Le Drian, un "transcourant"à la Défense. In: Le Monde vom 16. Mai 2012 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)
  8. Jean-Yves Le Drian, «Hollandais» de la première heure à la Défense. In: Les Échos vom 16. Mai 2012 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)
  9. Jean-Yves Le Drian, programmé pour la Défense. In: Le Point vom 17. Mai 2012 (Seitenaufruf am 1. Juni 2012)