Jean Asselborn

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Jean Asselborn (2008)

Jean Asselborn (* 27. April 1949 in Steinfort, Luxemburg) ist ein luxemburgischer Politiker.

Er ist Mitglied der Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei (LSAP). Seit dem 30. Juli 2004 ist er luxemburgischer Außenminister, seit 2014 auch Minister für Immigration und Asyl. Bis Dezember 2013 war Jean Asselborn außerdem Vize-Premierminister von Luxemburg.

Jean Asselborn ist der momentan dienstälteste Außenminister der Europäischen Union. Im Oktober 2012 erhielt Luxemburg unter Asselborns Leitung zum ersten Mal einen nichtständigen Sitz im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2013-2014.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Jean Asselborn begann seine berufliche Karriere 1967 als Angestellter bei Uniroyal in Steinfort. Er engagierte sich in der Gewerkschaftsbewegung und wurde zum Vertreter der Jugendabteilung des Luxemburger Arbeiterverbands, dem Vorgänger des heutigen Onofhängegen Gewerkschaftsbonds Lëtzebuerg gewählt.

1968 wurde Jean Asselborn Gemeindeangestellter der Stadt Luxemburg, zog jedoch 1969 zurück nach Steinfort, um dort ebenfalls als Angestellter der Gemeindeverwaltung zu arbeiten.

1976 besuchte Jean Asselborn Abendkurse und erhielt sein diplôme de fin d’études secondaires (vergleichbar mit dem deutschen Abitur) des Atheneum Luxemburg. Anschließend wurde er Verwaltungschef des interkommunalen Krankenhauses von Steinfort.

Asselborn schrieb sich im Fach Jura an der Universität Nancy II ein. Sein Abschlussdiplom im Privatrecht erhielt er im Oktober 1981.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Kommunale Ämter[Bearbeiten]

Von 1982 bis 2004 war Asselborn Bürgermeister seiner Geburtsstadt Steinfort.

Parlamentarische Ämter[Bearbeiten]

Auf nationaler Ebene wurde Jean Asselborn als Mitglied der Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei (LSAP) zum ersten Mal 1984 in die luxemburgische Abgeordnetenkammer gewählt. 1989 wurde er Vorsitzender der Parlementsfraktion der Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei (LSAP), bis er 1997 zum Parteivorsitzender wird. Dieses Amt hielt er bis 2004 inne. Von 1999 bis 2004 war Jean Asselborn Vizepräsident der Abgeordnetenkammer. Gleichzeitig war er von 2000 bis 2004 Mitglied im Ausschuss der Regionen und Vizepräsident der Sozialdemokratischen Partei Europas.

Regierende Ämter[Bearbeiten]

Nach den Wahlen des 13. Juni 2004 wurde Jean Asselborn zum Vize-Premierminister und Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Einwanderung. Er trat am 31. Juli 2004 in die Regierung ein.

Bei den Wahlen des 7. Juni 2009 wurde die CSV-LSAP Koalition in ihrem Amt bestätigt und Jean Asselborn verblieb in den Ämtern des Vize-Premierministers und Ministers für Auswärtige Angelegenheiten.

Im Dezember 2013 folgte ihm Etienne Schneider als Vize-Premierminister nach und Jean Asselborn wurde zum Minister für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten und Minister für Immigration und Asyl in der neuen Koalitionsregierung zwischen der Demokratischen partei (DP), der LSAP und der Grünen Partei ("déi Gréng").

Privates[Bearbeiten]

Jean Asselborn ist seit 1980 mit Sylvie Huber verheiratet. Sie haben zwei Töchter, Anne, geboren 1982, und Julie, geboren 1987.

Ehrungen[Bearbeiten]

Für seine herausragenden Verdienste um die deutsch-luxemburgischen Beziehungen und die enge europapolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Luxemburg wurde er am 14. Dezember 2010 mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.[1]

Im Oktober 2013 wurde Jean Asselborn zum Commandeur de la Légion d’Honneur Frankreichs ernannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean Asselborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geizkrägen und Unterdrücker: Deutschland-Hasser Asselborn legt los