Jean D’Espagnet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jean D’Espagnet (* 1564; † 1637) war ein französischer Richter, Politiker, Alchemist und Freund des Mathematikers François Viètes.

Über sein Leben ist wenig bekannt. Er wurde 1564 geboren und erwarb sich im Laufe seines Lebens einen Ruf als hermetischer Philosoph und Alchemist. 1590 wurde er Anwalt in Bordeaux und 1592 Hofrat des Grand Conseil in Paris. 1601 wurde er zum président à mortier (Präsident mit der Mütze)[1] der chambre criminelle am parlement de Bordeaux ernannt und war in dieser Funktion unter anderem, zusammen mit Pierre de Lancre, für Hexenverfolgungen in Labourd zuständig. Ungefähr ab 1609 und bis 1615 war er der (katholische) président der von Heinrich IV. eingerichteten Chambre de l'Edit de Guyenne in Nérac, nachdem sein Vorgänger in diesem Posten auf mysteriöse Weise zu Tode gekommen war. (Er teilte sich den Vorsitz mit dem reformierten Präsidenten der Kammer.) Danach kehrte er zum parlement de Bordeaux zurück. Er wurde zum président d’honneur (Ehrenpräsidenten) des parlement ernannt. Pierre de Fermat besuchte ihn Ende 1626 zu Beginn seines Aufenthalts in Bordeaux. D’Espagnet starb 1637 oder später. Von seinen alchemistischen Werken sind nur zwei überliefert, das Arcanum Hermeticae Philosophiae und das Enchiridion Physicae Restitutae, beide 1623 veröffentlicht.

Schriften[Bearbeiten]

  • Arcanum Hermeticae Philosophiae, 1623.
  • Enchiridion Physicae Restitutae, 1623.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mortier. 3. Toque ronde que portaient les presidents des parlements, les greffiers en chef des parlements […] Président à mortier. Le Nouveau Petit Robert.

Weblinks[Bearbeiten]