Jean Dalibard

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Jean Dalibard (* 8. Dezember 1958) ist ein französischer Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Dalibard arbeitete gemeinsam mit Alain Aspect und Gérard Roger am Laboratoire Charles Fabry in Orsay. 1982 wiesen sie zusammen in einem experimentellen Test des EPR-Effekts nach, dass die Bellschen Ungleichungen verletzt werden.

1986 promovierte er unter der Anleitung von Claude Cohen-Tannoudji über die Manipulation von Atomen durch Laserstrahlen. Dalibard arbeitet am CNRS an der Untersuchung von Bose-Einstein-Kondensaten und ist gleichzeitig Professor an der École Polytechnique (Laboratoire Kastler-Brossel).

Neben der Entwicklung von Methoden der Laserkühlung und von Atomfallen befasst er sich mit Bose-Einstein-Kondensaten (BEC), zum Beispiel dem Verhalten von Wirbeln in rotierenden BEC. Außerdem befasst er sich mit niedrigdimensionalen Vielteilchensystemen wie dem Berezinski-Kosterlitz-Thouless Übergang bei atomaren Gasen in zwei Dimensionen.

Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Frankreich. 2012 wurde er mit dem Davisson-Germer-Preis ausgezeichnet, 2000 erhielt er den Prix Jean Ricard, 2010 den Prix des trois physiciens und 2009 die Blaise-Pascal-Medaille. 2012 erhielt er den Max Born Award.

2010 war er Gastwissenschaftler am Trinity College in Cambridge. 1991 war er am NIST bei William D. Phillips.

Bibliographie[Bearbeiten]

  • Experimental Realization of Einstein-Podolsky-Rosen-Bohm Gedankenexperiment: A New Violation of Bell's Inequalities, A. Aspect, P. Grangier, G. Roger, Physical Review Letters, Vol. 49, Iss. 2, pp.91-94 (1982) doi:10.1103/PhysRevLett.49.91
  • Experimental Test of Bell's Inequalities Using Time-Varying Analyzers, A. Aspect, J. Dalibard, G. Roger, Physical Review Letters, Vol. 49, Iss. 25, pp. 1804–1807 (1982) doi:10.1103/PhysRevLett.49.1804

Vorlesungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]