Jean Kennedy Smith

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Jean Kennedy Smith (links) mit ihrer Schwägerin Vicki Kennedy (2008)

Jean Kennedy Smith (* 20. Februar 1928 als Jean Ann Kennedy in Brookline, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Diplomatin. Sie wurde als achtes der neun Kinder von Joseph und Rose Kennedy geboren und ist seit dem Tod ihres Bruders Edward Kennedy im August 2009 die letzte Überlebende der Geschwister.

Jean Kennedy wuchs als scheues Kind in eine laute Familie hinein. Ihre Mutter meinte: „Sie wurde so spät geboren, dass sie nur die Tragödien miterlebte, aber nicht die Höhepunkte.“ Sie ging auf das Manhattanville College, wo sie sich mit zwei ihrer zukünftigen Schwägerinnen, Ethel Kennedy und Virginia Joan Bennett, anfreundete.

Am 19. Mai 1956 heiratete sie den Geschäftsmann Stephen Edward Smith, der die Finanzen der Kennedy-Familie und deren politische Kampagnen managte. Jean trat nie so ins Rampenlicht wie ihre Geschwister; sie bevorzugte ein zurückgezogenes Leben und ließ sich mit ihrer Familie in New York nieder. Nach der Geburt ihrer beiden Söhne adoptierte sie zwei Mädchen, von denen die jüngere 1972 in Vietnam während des dortigen Krieges geboren wurde.

Am 19. August 1990 starb ihr Ehemann nach langem Kampf an Krebs. 1991 wurde ihr 1960 geborener Sohn William der Vergewaltigung angeklagt und freigesprochen. 1993 trat sie in die Fußstapfen ihres Vaters und wurde auf Vorschlag von US-Präsident Bill Clinton US-Botschafterin in Irland, wo sie sich im Friedensprozess engagierte; diesen Posten hatte sie bis 1998 inne. Danach gründete sie die Very Special Arts, eine Non-Profit-Organisation, die die künstlerischen Talente von behinderten Kindern unterstützt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1998 verlieh ihr die Präsidentin von Irland Mary McAleese die irische Ehrenbürgerschaft.[1]

Im Februar 2011 wurde Jean Kennedy Smith von Präsident Barack Obama mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ambassador J. Kennedy Smith Is Fellow at Institute of Politics
  2. Irish Central: Jean Kennedy Smith, John Sweeney receive Presidential Medal of Freedom (17. Februar 2011)

Weblinks[Bearbeiten]