Jean Leloup

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jean Leloup

Jean Leloup (* am 14. Mai 1961 in Sainte-Foy, Québec als Jean Leclerc) ist einer der bekanntesten Musiker Québecs. Jean Leloups ausdrucksstarke Persönlichkeit und sein einzigartiger Musikstil machten ihn zu einem Star in der frankophonen Rock’n’Roll Szene.

Leloup wuchs in Togo und Algerien auf, wo er von traditionellen afrikanischen Rhythmen beeinflusst wurde. Er betrat die Musikszene von Québec in den 1980er Jahren und erregte mit seinen provokativen Texten Aufsehen. In seinem Lied "1990" vergleicht er die High-Tech-Aktionen der amerikanischen Truppen im "Desert Storm" (Zweiter Golfkrieg) mit seinen eigenen Aktivitäten beim Sex mit seiner Freundin. Sein Album "L’amour est sans pitié" (1990) wurde auch außerhalb Québecs zu einem Hit; es war in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und in Japan erfolgreich.

Jean Leloup ist ein wichtiger Vertreter der sich wandelnden Musikszene Québecs. Seit der "Stillen Revolution" der 1960er entwickelte Québec eine eigene Identität als frankophones Land und ein eigenes Selbstverständnis, welches sich vom englischsprachigen Nordamerika wie auch den anderen Ländern der Frankophonie unterschied. Für seinen Beitrag zur lokalen Kunstszene und der Entwicklung der Musikkultur genießt Leloup in Québec Heldenstatus. 1997 wurde Jean Leloup der Félix (eine Québec-eigene Version des Grammy), als Bester Songwriter/Composer verliehen.[1]

Ende 2003 entschied sich Jean Leclerc, nicht mehr unter dem Namen Jean Leloup aufzutreten. Das Ablegen seines Pseudonyms fügt sich in das Bild seiner wilden und exzentrischen Person.

Diskographie[Bearbeiten]

  • 1989: Menteur
  • 1990: L’amour est sans pitié
  • 1996: Le dôme
  • 1998: Les fourmis (live)
  • 2002: La vallée des réputations
  • 2005: Exit
  • 2005: Je joue de la guitare
  • 2006: Mexico
  • 2009: Mille excuses mylady

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographie von Jean Leloup auf RFI Musique, Englisch