Jean Picard

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Jean-Felix Picard

Jean-Felix Picard (* 21. Juli 1620 in La Flèche; † 12. Juli 1682 in Paris) war Priester und Astronom.

Picard bestimmte 1669 als Erster die Länge eines Grades eines Meridianbogens - und damit die Größe der Erde - mit einer hohen Genauigkeit (siehe auch Gradmessung). Hierzu vermaß er mit einem Fernrohr von verschiedenen Orten aus den Abstand eines Sterns zum Zenit. Die Ergebnisse wurden 1684 posthum veröffentlicht. Diese Messungen benutzte Isaac Newton, um seine Gravitationstheorie zu verifizieren.

Picard führte das Fadenmikrometer als astronomisches Messinstrument ein. Als er 1675 mit einem Quecksilberbarometer den Luftdruck in unterschiedlichen Höhen untersuchte, beobachtete er am Barometer Glimmentladungen (vgl. Geißlerröhre). Statische Elektrizität war jedoch noch nicht bekannt.[1][2]

Picard war außerdem der Begründer des ersten astronomischen Jahrbuchs (Connaissance des temps 1679). Er wurde 1665 Professor am Collège de France.

Der Mondkrater Picard ist nach ihm benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encyclopedia Britannica: Jean Picard
  2. Encyclopedia Britannica: Barometric light