Jeanne de Valois

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Johanna von Frankreich

Jeanne de Valois (deutsch: Johanna von Valois; * 23. April 1464; † 4. Februar 1505 in Bourges) war Tochter Ludwigs XI. von Frankreich und dessen zweiter Ehefrau Charlotte von Savoyen. Weitere Namen und Titel waren St. Jeanne, Äbtissin von Bourges, Herzogin von Orléans und Königin von Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Verheiratet wurde Jeanne am 8. September 1476 mit ihrem entfernten Cousin und späteren König von Frankreich Louis d’Orléans. Die Ehe blieb kinderlos und wurde am 17. Dezember 1498[1] in einem für sie äußerst demütigenden Prozess nach der Thronbesteigung ihres Mannes als Ludwig XII. für nichtig erklärt (nach 22 Jahren). Sie erhielt aber als Abfindung das Herzogtum Berry.

Johanna zog sich auf ihr Schloss in Bourges am 15. März 1499 zurück und regierte ihr Herzogtum. 1501 gründete sie den kontemplativen Orden der Annuntiatinnen oder von den zehn Tugenden der Jungfrau Maria, dem sie 1504 auch beitrat. Nach ihrer Profess nahm sie den Namen Gabriela Maria an.

1743 wurde Johanna durch Papst Benedikt XIV. selig und am 28. Mai 1950 von Papst Pius XII. heiliggesprochen. Sie ist die einzige heiliggesprochene Königin Frankreichs (Namenstag: 4. Februar).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeanne de Valois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierre Antoine Noël Bruno Daru, Friedrich Wilhelm Schubert: Geschichte der Bretagne, Band 2, Seite 179. Leipzig 1832, abgefragt am 16. Dezember 2011


Vorgänger Amt Nachfolger
Anne de Bretagne Königin von Frankreich
1498
Anne de Bretagne
Domaine royal Herzogin von Berry
1498–1505
Domaine royal