Jedwabne

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Jedwabne
Wappen von Jedwabne
Jedwabne (Polen)
Jedwabne
Jedwabne
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Landkreis: Łomża
Fläche: 11,47 km²
Geographische Lage: 53° 17′ N, 22° 18′ O53.28333333333322.3Koordinaten: 53° 17′ 0″ N, 22° 18′ 0″ O
Höhe: 163 m n.p.m
Einwohner: 1717
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 18-420
Telefonvorwahl: (+48) 86
Kfz-Kennzeichen: BML
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 48 Ortschaften
48 Schulzenämter
Fläche: 159,42 km²
Einwohner: 5542
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2007013
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Krzysztof Moenke
Adresse: ul. Żwirki i Wigury 3
18-420 Jedwabne
Webpräsenz: www.jedwabne.pl

Jedwabne [jɛd'vabnɛ] ist eine Kleinstadt im Nordosten Polens in der Woiwodschaft Podlachien, 20 km nordöstlich von der Kreisstadt Łomża entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

St. Jakobus in Jedwabne

Jedwabne wurde 1455 erstmals erwähnt und erhielt 1736 Magdeburger Stadtrecht. 1795 kam die Stadt an Preußen, ab 1807 gehörte sie zum Herzogtum Warschau und von 1815 an zum russisch kontrollierten Kongresspolen. 1866 verlor Jedwabne das Stadtrecht, bekam es aber 1927 wiederverliehen. Im Ersten Weltkrieg wurde der Ort im Jahr 1915 zu 70 Prozent zerstört.

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt am 2. September 1939 von den Deutschen eingenommen und Ende des Monats an die Sowjets übergeben. Am 23. Juni 1941, beim deutschen Überfall auf die Sowjetunion, wurde der Ort wieder von der deutschen Wehrmacht besetzt. Am 10. Juli 1941 ermordeten polnische Bewohner im Massaker von Jedwabne mehr als 1600 der jüdischen Bewohner der Stadt. Vorher hat es in der Umgebung der Stadt schon antisemitische Ausschreitungen mit ca. 300 Toten gegeben[2].

Gmina[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Jedwabne umfasst 48 Ortschaften, darunter:

  • Brzostowo
  • Burzyn
  • Jedwabne
  • Karwowo-Wszebory
  • Kotowo-Plac
  • Kucze Wielkie
  • Mocarze
  • Pawełki

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. Kölner Stadt-Anzeiger vom 21. März 2001 Seite 2