Jeep Commander

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Jeep
Jeep Commander Offroad.jpg
Commander
Produktionszeitraum: 2006–2010
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
3,7–5,7 Liter
(157–246 kW)
Dieselmotor:
3,0 Liter (160 kW)
Länge: 4787 mm
Breite: 1899 mm
Höhe: 1826 mm
Radstand: 2780 mm
Leergewicht: 2078–2450 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Jeep Commander ist ein geländegängiges SUV mit 7 Sitzplätzen der zum amerikanischen Chrysler-Konzern gehörenden Marke Jeep. Auf der Bodengruppe des Jeep Grand Cherokee basierend, kam er im Mai 2006 auf den deutschen Markt und war das Spitzenmodell innerhalb der Jeep-Modellpalette. Das in Deutschland ausgelieferte Commander-Modell wurde von 2006 bis ca. Mitte 2009[1][2] bei Magna Steyr in Graz/Österreich hergestellt. Die Version mit 3,0-Liter-V6-Dieselmotor von Mercedes-Benz wurde ausschließlich in Graz für den europäischen Markt produziert.

Die kantige Karosserieform des Jeep Commander erinnert an den alten Jeep Cherokee XJ; senkrechte Fensterflächen und Scheinwerfer sowie ausgestellte Radhäuser sollen ein besonders maskulines Erscheinungsbild bewirken. Im Gegensatz zum Grand Cherokee ist der Commander ausschließlich mit sieben Sitzplätzen ausgestattet.

Heckansicht

Der Commander war anfangs in den Ausstattungsvarianten Sport und Limited lieferbar. Der Sport umfasste die Basisausführung mit Stoffsitzen und ohne Chromzierteile, während der besser ausgestattete Limited mit Ledersitzen inklusive Sitzheizung und Einparkhilfe ausgestattet ist.

Seit dem Modelljahr 2008 sind in Deutschland nur noch die Varianten Limited und Overland (letztere seit 2007 lieferbar) verfügbar. Der Limited stellt die gehobene Ausführung dar. Hierbei sind ein exklusives Innenraumpaket mit Lederverkleidung am Armaturenbrett sowie ein Festplatten-Navigationssystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Rückfahrkamera, sowie ein elektrisches Glasschiebedach und 2 zusätzliche Dachfenster (2. Sitzreihe) in der Ausstattung enthalten. Der Overland bietet gegenüber dem Limited im Wesentlichen eine edlere Lederausstattung (2-farbig), ein nochmals verbessertes Allrad-System (Quadra Drive II) und Xenon-Scheinwerfer.

Alle Ausstattungsvarianten beinhalten serienmäßig ein 5-Gang Automatikgetriebe und eine umlegbare dritte Sitzreihe (7 Sitze).

Den 5.7 Hemi-V8-Motor gibt es seit 2008 nur noch in Verbindung mit der Overland-Ausstattung.

Als Motorisierungen in Europa sind ein 160 kW (218 PS) leistender 3,0-Liter-V6-Dieselmotor von Mercedes-Benz sowie der 5,7-Liter-Hemi-V8-Motor lieferbar. Der 4,7-Liter-V8 mit 170 kW (231 PS) wird seit 2008 in Europa nicht mehr angeboten. In den USA sind außerdem noch ein kleinerer 3,7-l-V6-Benziner mit 157 kW (214 PS) und seit 2008 ein 4,7-l-V8 mit 223 kW (303 PS) erhältlich.

Alle für Europa hergestellten Fahrzeuge sind ausschließlich mit Allradantrieb und Geländeuntersetzung ausgerüstet. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Automatikgetriebe von Mercedes-Benz. Die Preise liegen auf etwa dem gleichen Niveau wie die des Grand Cherokee.

Sicherheitsausstattung[Bearbeiten]

Der Jeep Commander bietet serienmäßig folgenden Sicherheitstechnologien:

  • Antiblockiersystem (ABS): Elektronische Sensoren verhindern ein Blockieren der Räder. Das ABS verbessert die Lenkkontrolle bei Vollbremsungen oder bei Bremsmanövern auf rutschigem Untergrund.
  • Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP): Dieses System hilft dem Fahrer, unter allen Bedingungen im Rahmen der physikalischen Gesetze die Richtungsstabilität beizubehalten. Besonders hilfreich unter kritischen Fahrbedingungen wie in Kurven und bei unterschiedlichen Straßenbelägen wie Schnee, Eis oder Schotter. Sobald sich ein deutlicher Unterschied zwischen der Lenkrichtung, die der Fahrer vorgibt und der Richtung ergibt, die das Fahrzeug einschlägt, greift ESP gezielt mit Bremse oder Drosselklappenstellung ein und bringt das Fahrzeug wieder auf den rechten Weg.
  • Reifendruck-Kontrollsystem (TPM/RDC): Das System überwacht über Drucksensoren in den Ventilen den Reifendruck an allen vier Rädern und sendet ständig Funksignale an einen Empfänger im Fahrzeug. Bei auftretendem Druckverlust leuchtet eine Warnlampe auf.
  • Electronic Roll Mitigation (ERM): Eine Zusatzfunktion des ESP, die die Daten dieses Systems nutzt und das Risiko eines Überschlags vorausberechnet. Das System nimmt dann das Motordrehmoment zurück und löst eine kurze Vollbremsung am entsprechenden Rad aus, um das Fahrzeug zu stabilisieren.
  • Bremsassistent (BAS): Das System erkennt die Einleitung einer Vollbremsung und liefert sofort maximale Bremskraft für den kürzest möglichen Bremsweg.
  • Enhanced Accident Response System (EARS): Bei Unfällen erleichtert dieses verbesserte Unfallreaktionssystem dem Rettungspersonal das Finden und Erreichen der Passagiere. Nach dem Auslösen der Airbags schaltet EARS die Innenbeleuchtung ein und entriegelt die Türen. Außerdem unterbricht das System die Kraftstoffversorgung des Motors.
  • Fortschrittliche mehrstufig auslösende Front-Airbags: Das System erkennt und klassifiziert die Aufprallschwere und löst abhängig von der Aufprallstärke in drei Stufen aus.
  • Seitenairbags in den Vordersitzen: Die Airbags befinden sich in den Außenseiten der Vordersitze und verbessern den Schutz von Fahrer und Beifahrer in bestimmten Aufprallsituationen. Jeder Seitenairbag verfügt über seinen eigenen Sensor, und so löst auch nur der Airbag auf der Aufprallseite aus. (für den Jeep Patriot Limited)
  • Seitliche Vorhang-Airbags: Mehr Schutz für alle Passagiere auf den Außensitzen. Jeder seitliche Vorhang- Airbag besitzt einen eigenen Auslösesensor: Nur der Airbag an der Aufprall-Seite wird gezündet.
  • Traktionskontrolle mit Bremseneingriff: Das System erkennt Schlupf an einzelnen Rädern und bremst durchdrehende Räder gezielt und/oder nimmt das Motor-Drehmoment zurück, bis die Traktion wieder hergestellt ist.
  • Struktureller Sicherheitskäfig: Schützt die Passagiere mit gezielter Um- und Ableitung der Aufprallenergie bei einem Unfall.
  • Crash-Boxen: Karosseriebereiche, die sich bei einem Aufprall auf vordefinierten Wegen zusammendrücken und die Aufprallenergie absorbieren.
  • Energieabsorbierende Lenksäule: Zwei im Hydroforming-Verfahren hergestellte Koaxialröhren können sich bei einem Aufprall gegeneinander verschieben, damit sich die Lenksäule nicht in den Innenraum schiebt. Die elektrisch verstellbare Lenksäule verfügt über ein kalibriertes Biegeelement, das sich bei einem Unfall verformt und die Aufprallenergie optimal ableitet.
  • Seitenaufprall-Schutz: Verstrebungen in den vorderen und hinteren Türen bieten den Passagieren Schutz bei einem Seitenaufprall.
  • Kopf-Aufprallschutz im Innenraum: Komponenten, die gezielt auf die Minimierung der auf den Kopf einwirkenden Kräfte entwickelt wurden. Dazu gehören die Säulen oberhalb der Gürtellinie, Instrumententafel, Struktur der Dach- und Seitenstreben und die Umlenkrollen der Sicherheitsgurte.
  • Gurtstraffer: Bei einer Kollision aktivieren die Aufprallsensoren die Gurtstraffer und ziehen die Vordersitzgurte straff. So wird bei einem Zusammenstoß die Vorwärtsbewegung von Kopf und Rumpf minimiert.
  • Gurtkraftbegrenzer: Dosiert lastabhängig die Rückhaltekraft der vorderen Sicherheitsgurte und begrenzt so die auf den Körper wirkenden Gurtkräfte bei einem Aufprall.
  • Höhenverstellbare Gurte: Die Passagiere können den Schultergurt auf eine passende Höhe verstellen; fördert mit seinem komfortablen Sitz die Gurtanlegequote.
  • BeltAlert: Ein regelmäßig ertönender Gong erinnert den Fahrer so lange ans Anlegen des Sicherheitsgurtes, bis er es tut.
  • Kindersitzverankerung (ISOFIX): Erleichtert den Einbau von kompatiblen Kindersitzen.

Geländeeigenschaften[Bearbeiten]

Der Jeep Commander ist im Gegensatz zu vielen anderen SUVs auch ein vollwertiges Geländefahrzeug.

Die Daten:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Magna verliert Chrysler-Auftrag
  2. Produktionsende Jeep Commander Mitte 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeep Commander – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien