Jef Scherens

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Joseph „Jef“ Scherens (* 17. Februar 1909 in Werchter, Belgien; † 9. August 1986 in Löwen) war ab Ende der 1920er und bis Ende der 1940er Jahre ein äußerst erfolgreicher Bahnradsportler.

Werdegang[Bearbeiten]

Scherens wurde von 1932 bis 1937 sechsmal in Folge Sprint-Weltmeister auf der Bahn. Erst 1938 verlor er im Finale gegen den Holländer Arie van Vliet. Eine Revanche im Jahr darauf war nicht möglich, da wegen des 2. Weltkrieges die Weltmeisterschaft abgebrochen wurde. Auch während des Krieges konnte der Anti-Nazi Scherens keine weiteren Weltmeistertitel erringen, da ihm von der deutschen Besatzungsmacht nicht erlaubt wurde, außerhalb Belgiens zu starten. Zwischen 1931 und 1947 wurde er 14mal Belgischer Meister im Sprint.

Bei der ersten WM nach dem Krieg 1946 in Zürich siegte Scherens im Finale gegen den Franzosen Georges Senfftleben; 1947 wurde er im Alter von 38 Jahren ein letztes Mal Weltmeister. Neben den sieben WM-Titeln und 16 belgischen Titeln gewann er in verschiedenen Ländern viele Große Preise und hielt zu seiner Zeit sämtliche Sprint- und Rundenrekorde der großen europäischen Radrennbahnen. Jeweils dreimal gewann er die renommierten Sprint-Klassiker Grand Prix de Paris und Grand Prix de l’UVF.

In Belgien ist Scherens als "Poeske" (flämisch=Kätzchen) Scherens bekannt.[1] Er galt als Meister in der Technik des "Tigersprungs", die in Belgien "Kattesprong" genannt wird. (Es ist unklar, welcher Begriff – Kattesprong oder Poeske – zuerst benutzt wurde.) In seinem Geburtsort Werchter wurden eine Straße sowie ein Wanderweg nach Scherens benannt. Seit 1963 wird in Leuven das Straßenrennen GP Jef Scherens ausgetragen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Het Niewsblad online: "Werchter viert honderdste geboortedag van wielerlegende Poeske Scherens" abgerufen am 12. Februar 2010 (flämisch)

Weblinks[Bearbeiten]