Jeghische Tscharenz

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Jeghische Tscharenz auf einer armenischen Briefmarke

Jeghische Tscharenz (armenisch Եղիշե Չարենց traditionelle Schreibung Եղիշէ Չարենց, in wiss. Transliteration Eliše (bzw. Elišē) Č‘arenc‘; * 13. März 1897 in Kars, Russisches Reich, heute Türkei; † 29. November 1937 in Jerewan, Armenische SSR) war ein armenischer Dichter, der im Zuge des Großen Terrors ums Leben kam.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Denkmal in Jerewan

Jeghische Tscharenz wurde als Jeghische Soghomonjan (Սողոմոնեան, bzw. Elišē Sołomonean) in Kars geboren, das von 1878 bis 1921 zum Russischen Reich gehörte. Von 1904 bis 1912 besuchte er dort die Schule. Im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und dem Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich meldete er sich als Freiwilliger zur Russischen Armee.

Zu den Themen seines Schaffens gehörten auch seine Kriegserlebnisse. Am 13. März 1937 verstarb Tscharenz unter ungeklärten Umständen im Gefängnis des NKWD. 1954, ein Jahr nach Stalins Tod, wurde er rehabilitiert. Seine Werke, darunter auch sein bekanntes Gedicht Armenien, wurden in die Lehrpläne in der Armenischen SSR aufgenommen. Übersetzt wurden seine Werke u. a. ins Russische, Englische, Italienische und Französische. Sie sind in Bibliotheken auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR zu finden.

Gedenken[Bearbeiten]

1967 wurde die Kleinstadt Lussawan in der heutigen armenischen Provinz Kotajk nach dem Dichter in Tscharenzawan umbenannt. 1975 wurde sein Haus in der Maschtoz-Straße in Jerewan in ein Museum umgewandelt.

Literatur[Bearbeiten]

2010 ist ein zweisprachiger Band (Ostarmenisch/Deutsch) mit ca. 40 Gedichten von Tscharenz, übersetzt und herausgegeben von Konrad Kuhn, erschienen, der auch eine ausführliche biographische Skizze enthält:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeghische Tscharenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien