Jehuda Reinharz

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Jehuda Reinharz (* 1944 in Haifa) ist ein Historiker des Judentums und amtiert seit 1994 als Präsident der Brandeis University in Massachusetts.

Leben[Bearbeiten]

Jehuda Reinharz erhielt seine Schulausbildung in Deutschland und wanderte 1961 als Heranwachsender in die Vereinigten Staaten ein.

Dort erwarb er bachelor degrees an der Columbia University und am Jewish Theological Seminary (beide New York) sowie einen master-Grad in mittelalterlicher jüdischer Geschichte an der Harvard University, Cambridge, Massachusetts, und einen Ph. D. in neuzeitlicher jüdischer Geschichte an der Brandeis University (ebenfalls Massachusetts).

Er wurde der erste Professor für Jüdische Studien an der Universität Michigan in Ann Arbor, 1982 wurde er Professor für Jüdische Geschichte der Neuzeit an der Brandeis University, wo er verschiedene Institute ins Leben rief bzw. leitete. 1994 wurde er der 7. Präsident der Brandeis University. 1998 wurde er von US-Präsident Bill Clinton zum Vorsitzenden der Kommission ernannt, die die Regierung in historischen und politischen Fragen zum Holocaust berät.

Jehuda Reinharz verfügt über Ehrendoktorate des Hebrew Union College, des JTS, der Fairfield University in Connecticut, der Ben Gurion-Universität und des Weizmann-Instituts in Israel.

Er ist verheiratet mit Shulamit Reinharz, Professorin für Soziologie an der Brandeis University, und hat mir ihr die Töchter Naomi und Yael.

Schriften[Bearbeiten]

  • Fatherland or Promised Land. The Dilemma of the German Jew, 1893-1914, Ann Arbor 1975
  • Dokumente zur Geschichte des deutschen Zionismus 1882-1933, Tübingen 1981, ISBN 3-16-743272-1[1]
  • als Hrsg.: The Jewish Response to German Culture, Hanover N. H. 1985
  • Chaim Weizmann, The Making of a Zionist Leader, New York 1985
  • als Hrsg.: Living with Antisemitism - Modern Jewish Responses, 1987
  • Chaim Weizmann: the Making of a Statesman, Oxford University Press 1993
  • mit Monika Schwarz-Friesel: Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-027768-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dokumente zur Geschichte des deutschen Zionismus 1882-1933 Google-Book, Auszugsweise - Digitalisat