Jejudo

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Jejudo (제주도)
Die Insel Jejudo (제주도)
Die Insel Jejudo (제주도)
Gewässer zwischen Koreastraße und dem Ostchinesischen Meer
Geographische Lage 33° 22′ N, 126° 32′ O33.361388888889126.53251950Koordinaten: 33° 22′ N, 126° 32′ O
Jejudo (제주도) (Südkorea)
Jejudo (제주도)
Länge 73 km
Breite 31 km
Fläche 1849 km²
Höchste Erhebung Hallasan (한라산)
1950 m
Einwohner 583.284 (2011[1])
315 Einw./km²
Hauptort Jeju-si

Jejudo (koreanisch: 제주도) ist eine Vulkaninsel und die mit Abstand größte Insel Südkoreas. Sie bildet zusammen mit einigen kleineren Inseln um sie herum die Provinz Jeju-do (제주도).

Geografie[Bearbeiten]

Jejudo liegt rund 85 km südlich der Koreanischen Halbinsel zwischen der Koreastraße und dem Ostchinesischen Meer. Die Insel erstreckt sich in einer Ost-West-Ausdehnung, ist 73 km lang und 31 km breit und umfasst eine Fläche von 1.848,85 km2.[2] Die höchste Erhebung stellt mit 1.950 m der ruhende Schildvulkan Hallasan (한라산) dar, der sich in der Mitte der Insel befindet. Die Berghänge sind zu allen Seiten zum Meer hin fast gleichbleibend abfallend und bedeckt mit dunkelgrauem vulkanischem Gestein und Erde aus Vulkanasche. Zahlreiche Flüsse entspringen alle auf dem Bergkegel und verlaufen strahlenförmig nach allen Seiten in Richtung Meer.

Zwei um die Insel herum führende Straßen verbinden die an den Küsten liegenden größeren Orte und die beiden Zentren Jeju-si im Norden und Seogwipo-si im Süden der Insel. Verwaltungstechnisch teilen sich die beiden Städte die Insel jeweils in Nord und Süd zur Hälfte auf, wobei Jeju-si im Norden die Hauptstadt der Insel darstellt.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima der Insel kann als subtropisch bezeichnet werden. Die Meeresströmung Kuroshio wirkt sich hier entsprechend aus. Die Durchschnittstemperaturen der gesamten Insel liegen bei etwa 11,7 °C, wobei an den Küsten mit zwischen 15 °C und 16 °C im Jahresmittel gerechnet werden kann. Die jährlichen Niederschlagsmengen betragen 1.560 mm in den Küstenregionen und 2.044 mm für die gesamte Insel. Die Monate Juli bis August gelten als die feuchtesten Monate. In ihnen fallen alleine 43 % der gesamten Jahresniederschläge.[3]

Vulkan Hallasan (한라산)

Entstehung[Bearbeiten]

Die Insel entstand durch einen ständigen Prozess von Vulkanausbrüchen auf dem Meeresgrund von vor etwa 1,2 Millionen bis vor 700.000 Jahren. Vor 300.000 bis 100.000 Jahren bildete sich der heute von weitem gut sichtbare Vulkan Hallasan, dessen Kratersee vor etwa 25.000 Jahren entstand.[2]

Nutzung[Bearbeiten]

Der Küstenstreifen mit einer Höhe von bis zu 200 m über Seehöhe stellt etwa 55 % der Gesamtfläche der Insel dar. Er wird hauptsächlich landwirtschaftlich oder zu Siedlungszwecken genutzt. Die darüber liegenden Gebiete zwischen 200 m und 500 m Seehöhe bestehen hauptsächlich aus ungenutztem Land und machen in etwa 27 % der Gesamtfläche aus. Die Landschaft zwischen 500 m und 1.000 m Seehöhe (13,7 %) ist bewaldet. Dort befinden sich touristische Anlagen und Pilzfarmen. Die Region ab 1.000 m zählt zur Landschaft mit alpinen Charakter. Sie macht rund 4,5 % der Inselfläche aus und ist als Hallasan-Nationalpark geschützt.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jeju Special Self-Governing Province (Hrsg.): Jeju Life Guide Book. Jeju-si 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Homepage. Jeju Special Self-Governing Province, abgerufen am 31. Januar 2013 (HTML, englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Jeju Life Guide Book. 2011, S. 10.
  2. a b Introduction - Jeju-Nature’s paradise in the north pacific. Jeju Special Self-Governing Province, abgerufen am 31. Januar 2013 (HTML, englisch).
  3. Weather. Jeju Special Self-Governing Province, abgerufen am 31. Januar 2013 (HTML, englisch).
  4. Geography. Jeju Special Self-Governing Province, abgerufen am 31. Januar 2013 (HTML, englisch).