Jenő Fock

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Jenő Fock (1972)

Jenő Fock [ˈjɛnøː ˈfok] (* 17. Mai 1916 in Budapest; † 22. Mai 2001 ebenda) war ein ungarischer kommunistischer Politiker und ehemaliger Ministerpräsident.

Kommunistischer Wirtschaftsfachmann[Bearbeiten]

Fock trat bereits 1932 der Kommunistischen Partei bei. Während des Zweiten Weltkrieges war er wegen seiner kommunistischen Aktivitäten von 1940 bis 1943 inhaftiert.

Nach der Gründung der Volksrepublik Ungarn am 20. August 1949 steigt der Wirtschaftsfachmann 1952 bis 1954 zum Minister für das Hüttenwesen. 1957 wurde er Sekretär des ZK der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (USAP) und danach 1961 Stellvertretender Ministerpräsidenten. Von 1957 bis 1980 ist er zudem Mitglied des Politbüros des ZK.

Ministerpräsident 1967 bis 1975[Bearbeiten]

Am 14. April 1967 wurde er als Nachfolger von Gyula Kállai Ministerpräsident. Während seiner Amtszeit versuchte er vergeblich die Einführung einiger marktwirtschaftlicher Elemente. Diese Versuche scheiterten jedoch am Widerstand der Wirtschaftsgemeinschafter der Warschauer Paktstaaten, COMECON. Als Folge musste Fock schließlich am 15. Mai 1975 zu Gunsten von György Lázár zurücktreten.

1945 bis 1947, 1958 bis 1967 sowie 1971 bis 1985 war Fock Abgeordneter der Nationalversammlung. Später war er Präsident des Verbandes der Technischen und Wissenschaftlichen Gesellschaften.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen und Hintergrundliteratur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)