Jenkins (Software)

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Jenkins
Jenkins logo with title.svg
Jenkins Home.png
Startseite von Jenkins
Basisdaten
Maintainer Kohsuke Kawaguchi
Erscheinungsjahr 2011[1] (ehemals Hudson)
Aktuelle Version kontinuierlich (wöchentlich) neue Versionen[2]
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmier­sprache Java
Kategorie Kontinuierliche Integration
Lizenz MIT-Lizenz bzw. Creative Commons Attribution Share-Alike
Deutschsprachig ja
jenkins-ci.org

Jenkins ist ein erweiterbares, webbasiertes Software-System zur kontinuierlichen Integration von Komponenten zu einem Anwendungsprogramm.

Geschichte[Bearbeiten]

Jenkins wurde in erster Linie von Kohsuke Kawaguchi, einem Mitarbeiter von Sun Microsystems, unter dem Namen Hudson entwickelt. Kawaguchi verließ das Unternehmen, nachdem es von Oracle Ende Januar 2010 übernommen worden war.[3] Über Kawaguchi wurde in Folge bekannt, eine eigene Firma mit einem Geschäftsmodell rund um Hudson gründen zu wollen. Er behielt die Leitung bei Hudson und arbeitete nach eigenen Angaben auf freiberuflicher Basis weiter bei Oracle. Da Oracle die Namensrechte an Hudson hält, wurde das Projekt schließlich in Jenkins umbenannt.[4] Der Name Jenkins wurde gewählt, da die Entwickler der Meinung waren, dass Jenkins im Englischen genauso wie Hudson mit dem Beruf des Butlers assoziiert wird.[5] Da Oracle angekündigt hat, Hudson ebenfalls weiterzuentwickeln, kann von einem Fork ("Abspaltung") der Softwareentwicklung gesprochen werden.

Hudson gewann 2008 einen Duke’s Choice Award[6] in der Kategorie „Developer Solutions“.

Programmeigenschaften[Bearbeiten]

Das Programm ist in der Programmiersprache Java geschrieben und läuft in beliebigen Java Servlet-Containern. Es wird zusammen mit der minimalen Servlet-Middleware Winstone ausgeliefert, so dass Jenkins sofort auf Application-Servern nach der Java EE-Spezifikation lauffähig ist und es zusätzlich keines Servlet-Containers, wie z. B. Tomcat, bedarf. Unterstützt werden verschiedene Build-Tools wie Apache Ant, Maven oder Gradle, Versionsverwaltungssysteme wie CVS oder Subversion, automatische Testverfahren ("test tools") wie JUnit oder Emma. Durch verschiedene Zusatzmodule ("Plugins") können auch andere Compiler gesteuert werden, so dass neben Java- auch PHP-, Ruby- oder .NET-basierte Projekte verwaltet werden können. Neben CruiseControl ist Jenkins eines der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge zur kontinuierlichen Integration.

Jenkins verfügt über eine REST-basierte Programmierschnittstelle zur Steuerung durch andere Programme. So ist z. B. die Steuerung von „Xtreme-Feedback-Geräten“ möglich, die die Koordination in XP-Arbeitsgruppen vereinfacht.

Lizenz[Bearbeiten]

Die Software steht unter der MIT-Lizenz.[7] Die verwendeten Icon-Grafiken stammen aus dem Tango Desktop Project und stehen unter der Creative Commons Attribution Share-Alike Lizenz.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jenkins 1.396 released, Die erste Version von Jenkins is veröffentlicht, Kohsuke Kawaguchi
  2. Jenkins Releases
  3. heise.de: Hudson-Chefentwickler verlässt Oracle, Zugriff am 13. April 2010
  4. Andrew Bayer: Rename Vote Results, 29. Januar 2011,
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Formatabayer: Hudson's future. 11.1.2011, abgerufen am 5. Februar 2014 (englisch): „the choice for a new name is Jenkins, which we think evokes the same sort of English butler feel as Hudson“
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeneviève Duboscq: 2008 JavaOne Conference: Duke's Choice Awards Winners for 2008. Abgerufen am 4. Dezember 2008.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHudson Software License. Abgerufen am 5. Dezember 2008.