Jens Jacob Asmussen Worsaae

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Portrait von J.J.A. Worsaee aus dem Svenska Familj-Journalen

Jens Jacob Asmussen Worsaae (* 14. März 1821 in Vejle, Dänemark; † 15. August 1885 in Kopenhagen) war ein dänischer Archäologe und Vorgeschichtler. Er zählt zu den Wegbereitern der prähistorischen Archäologie. Worsaae war Schüler von Christian Jürgensen Thomsen.

Worsaae war Sohn eines höheren dänischen Staatsbeamten. Er studierte zunächst Jura, brach dies nach dem Tod seines Vaters jedoch ab, um sich ganz der Erforschung der Frühgeschichte zu widmen. Der dänische König Friedrich VII., der sich privat sehr mit Archäologie beschäftigte, berief ihn nach Vorlage seiner ersten Veröffentlichungen im Jahre 1848 auf den eigens für ihn geschaffenen Posten eines Inspekteurs für Altertümer. 1854 wurde er zum Professor ernannt; 1858 bestellte der König Worsaae zum Kurator seiner persönlichen Antiquitätensammlung. Worsaae war seinerzeit der erste Prähistoriker, der für seine Arbeit ein Gehalt bezog.

Worsaae war 1850 Mitglied einer Untersuchungskommission der dänischen Regierung zur Erforschung der Køkkenmøddinger und trug entscheidend zu deren Charakterisierung als Siedlungsplätze frühzeitlicher Menschen bei.

Seine Publikationen führten außerdem wesentlich dazu, dass die Hünengräber des Nordens nicht wie zuvor als Kult- und Opferplätze, sondern als Grabstätten angesehen wurden. Er prägte den Begriff der Wikingerzeit, unterschied erstmals zwischen Jungsteinzeit und Altsteinzeit.

Er war korrespondierendes Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Geoffrey Bibby: Faustkeil und Bronzeschwert. Erforschung der Frühzeit des europäischen Nordens. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1972, ISBN 3-499-16718-2 (rororo Sachbuch 6718).

Weblinks[Bearbeiten]