Jens Josef

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Jens Josef (* 5. August 1967 in Solingen-Ohligs) ist ein deutscher Komponist, Flötist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Jens Josef erhielt ersten Flötenunterricht bei Rita Eggenweiler und Klaus Grünow, dem Soloflötisten des Staatstheaters Kassel, und nahm Unterricht in Komposition bei Jörn Tegtmeyer, KMD in Hann. Münden. Von 1989 bis 1997 studierte Josef an der Musikhochschule Frankfurt, Flöte bei Peter Brock und Paul Dahme, Komposition bei Gerhard Müller-Hornbach. Er erhielt 1995 das Examen, 1997 das Konzertexamen. Er studierte Flöte auch bei András Adorján und Komposition bei Rainer Kunad.[1]

Er war 1992/93 Mitglied der Norddeutschen Philharmonie in Rostock, 1994/95 Flötist im Salonorchester Saitensprünge. Seitdem arbeitet er freischaffend als Flötist, Komponist, Pädagoge und Dirigent. 1997 gründete er die Gruppe Kontraste zusammen mit Christian Ridil. 1998 war er Soloflötist der Jungen Philharmonie Hessen-Thüringen. Er arbeitete mit dem Mutare Ensemble in Frankfurt.[1] Josef lehrte 2000 bis 2006 an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, 2003 bis 2006 an der Musikhochschule Frankfurt. Seit 2006 lehrt er an der Musikakademie Kassel.[2]

Sein Oratorium Vor langer Zeit. Stationen einer Stadt, für Sprecher, zwei Soprane, Bariton und Ensemble, wurde 2000 in der Blasiuskirche, Hann. Münden, uraufgeführt.[1] Im Auftrag des Ensembles La Picassola komponierte er 2001 Musik für Flöte(n), Viola und Kontrabass nach dem Bild von Pablo Picasso "Bildnis seiner kleinen Tochter" in vier Sätzen. Das Ensemble spielte die Uraufführung im Foyer des Staatstheaters Wiesbaden.[3] Ebenfalls 2001 arrangierte Josef Schubert's Winterreise für Tenor und Streichquartett. Es wurde mit Christian Elsner und dem Henschel Quartett 2002 aufgenommen,[4] und 2004 von Peter Schreier und dem Dresdner Streichquartett aufgeführt.[5]

Er war 2009 der Flötist in einem Trio-Konzert im Gasteig, mit Rudi Spring (Klavier) und Graham Waterhouse (Cello). Sie spielten Martinůs Trio, die erste Aufführung der Flötenversion von Gestural Variations von Waterhouse sowie eine Weihnachtsliedbearbeitung von allen drei Komponisten. Josef setzte Süßer die Glocken nie klingen.[6]

Kammermusik von Josef ist auf einer Portrait-CD Kammermusik erschienen, Fünf Chansons nach Texten von François Villon (für Sopran, Flöte, Klarinette und Schlagzeug), 26.6.1626 (Konzertante Szene Nr. 2 für Bariton, Flöte, Violine, Fagott und Klavier), Bizarrerien (drei Lieder und Zwei Intermezzi für Sopran, Altflöte und Gitarre), und die Musik für Flöte(n), Viola und Kontrabass, gespielt von La Picassola.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Jens Josef (*1967). Thiasos Musikverlag. Abgerufen am 30. November 2010.
  2. Jens Josef, Querflöte. Musikakademie Kassel. Abgerufen am 30. November 2010.
  3. Von Picasso-Werk inspiriert / Werk des Komponisten Jens Josef im Staatstheater uraufgeführt. Wiesbadener Tagblatt. 21. Juni 2004. Abgerufen am 30. November 2010.
  4. Schubert: Winterreise / Christian Elsner, Henschel Quartet. arkivmusic.com. 2002. Abgerufen am 30. November 2010.
  5. Bekannte Tour durch eine neue Klangwelt. Sächsische Zeitung. 6. November 2004. Abgerufen am 30. November 2010.
  6. Konzertante Musik für Flöte - Cello - Klavier. Graham Waterhouse. 20. Dezember 2009. Abgerufen am 30. November 2010.
  7. Jens Josef Kammermusik. sydneyhificastlehill.com. Abgerufen am 30. November 2010.

Weblinks[Bearbeiten]