Jens Weinreich
Jens Weinreich (* 1965 in Haldensleben) ist ein deutscher Sportjournalist, der momentan als freier Journalist tätig ist. Er schreibt regelmäßig für die Berliner Zeitung, deren Ressortleiter Sport er zwischen 2002 und 2008 war, und bloggt auf seiner Website jensweinreich.de, für die er 2009 unter anderem mit dem Grimme Online Award und dem Goldenen Prometheus ausgezeichnet wurde.
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Leben [Bearbeiten]
Weinreich legte sein Abitur in Magdeburg ab. Von 1986 bis 1987 absolvierte Weinreich ein einjähriges Volontariat bei der FDJ-Tageszeitung Junge Welt, und studierte danach bis 1991 an der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach seinem Studienabschluss schrieb er erneut bei der Jungen Welt, ehe er ab 1992 als freier Journalist und ab 1996 für die Berliner Zeitung arbeitete.
Werk [Bearbeiten]
Obwohl Weinreich vorwiegend als Sportjournalist tätig ist, unterscheidet sich sein Werk deutlich von der üblichen Berichterstattung. Im Fokus stehen insbesondere sportpolitische Themen sowie der Umgang von Sport und Politik mit Korruption, Doping und Vermarktungsfragen. Er betreibt ein eigenes Blog, das 2009 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde.[1]
Aufgrund seiner investigativen Arbeit gerät er dabei mit Sportfunktionären und Sportlern in Konflikt. Unter anderem gab es juristische Auseinandersetzungen mit DFB-Präsident Theo Zwanziger im Herbst 2008.[2] Eine weitere Auseinandersetzung gab es 2009 mit Claudia Pechstein.[3] Im November 2009 machte Weinreich die Vorwürfe gegen den früheren IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch, dieser sei Agent des KGB gewesen, in seinem eigenen Blog und in verschiedenen Medien einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.[4][5][6]
Im April 2012 beendete das Deutschlandradio die Zusammenarbeit mit Weinreich. Nachdem Weinreich den Vorgang im August 2012 öffentlich gemacht hatte, warf ihm die Chefredakteurin Birgit Wentzien vor, Mitarbeiter der Redaktion verunglimpft und deren Kompetenz in Frage gestellt zu haben.[7] Weinreich bezeichnete ihre Anschuldigungen in seinem Blog teilweise als Lügen und vermutete dahinter politische Einflussnahme. Für ihn kommt die Entscheidung nach eigener Aussage einem Berufsverbot im ARD-Hörfunk gleich.[8]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Preise für "Carta" und Jens Weinreich. In: Spiegel Online, 25. Juni 2009.
- ↑ Stefan Niggemeier: Theo Zwanziger als Schießdudenfigur. In: stefan-niggemeier.de, 6. November 2008.
- ↑ Stefan Niggemeier: Wenn der Abmahner zweimal klingelt. In: stefan-niggemeier.de, 12. August 2009.
- ↑ Jens Weinreich: War Samaranch KGB-Spion wider Willen?, In: Frankfurter Rundschau, 5. November 2009.
- ↑ Jens Weinreich: War Samaranch ein KGB-Agent?, In: Deutschlandfunk, 30. Oktober 2009.
- ↑ Jens Weinreich: Schach mit dem Präsidenten., In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.
- ↑ Birgit Wentzien: In eigener Sache. In: Deutschlandradio, 10. August 2012, abgerufen am 12. August 2012.
- ↑ Jens Weinreich: #London2012 (XXIX): #openFriedrich und andere Transparenzallergiker: warum das Deutschlandradio mir Berufsverbot erteilte. 10. August 2012, abgerufen am 12. August 2012.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weinreich, Jens |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sportjournalist |
| GEBURTSDATUM | 1965 |
| GEBURTSORT | Haldensleben |