Alphafaktor

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Der Alphafaktor (α) (Jensen-Alpha, Jensens Alpha) bezeichnet in der Finanzmarkttheorie das Maß für eine Überrendite (positives Alpha) oder eine Minderrendite (negatives Alpha) einer Anlage, gegenüber einem Vergleichswert (der Benchmark). Der Alphafaktor entspricht damit dem Teil der Aktienrendite, der von der Marktrendite unabhängig ist.

Als Vergleichswert wird meistens ein Börsenindex (beispielsweise der DAX) oder ein bekannter Investmentfonds genommen.

Ein positives Alpha bedeutet nicht zwingend, dass sich der Wert eines Fonds besser als seine Benchmark entwickelt hat. Gleichfalls bedeutet ein negatives Alpha nicht zwingend, dass sich der Wert schlechter als seine Benchmark entwickelt hat.

Dies ist zwar häufig der Fall, doch es gibt genügend Gegenbeispiele. Beispielsweise können für \beta = 0 beliebige Rendite-Unterschiede zur Benchmark erwirtschaftet werden.

Beispiel[Bearbeiten]

Eine Aktie hat im Zeitraum t eine Rendite von 13 % abgeworfen. Die Prognose auf Basis des CAPM (Capital Asset Pricing Model) lag jedoch bei 12 %. Das Alpha beträgt demnach 1 %. Es stellt also die Abweichung von prognostizierter und empirischer Rendite dar.

Marktmodell[Bearbeiten]

Die Fundamentalgleichung des Marktmodells bzw. des CAPM lautet:

\mu_i = \beta_i \cdot(\mu_M-\mu_{rf}) + \mu_{rf}
μi = prognostizierte Rendite der i-ten Aktie
μM = prognostizierte Rendite des Marktportfolios M
μrf = risikofreier Marktzins
αJ = Jensen's Alpha der i-ten Aktie
βi = Betafaktor der i-ten Aktie zum Marktportfolio M
ri = empirische (tatsächliche realisierte) Rendite der i-ten Aktie

Am Markt werden jedoch von diesem Modell abweichende Renditen realisiert. Diese Abweichung wird durch Jensens Alpha gemessen:

\alpha_J = r_i-\mu_i = (r_i-\mu_{rf}) - \beta_i\cdot(\mu_M-\mu_{rf})

In Worten lautet diese Gleichung:

\begin{align}
\text{Jensens Alpha} &= \text{realisierte Rendite} - \text{prognostizierte Rendite} \\
  &= \text{realisierte Risikoprämie} - \text{prognostizierte Risikoprämie}
\end{align}

Bedeutung[Bearbeiten]

Das Jensen-Alpha hat eine besondere Bedeutung bei der Ermittlung der Performance von Wertpapieren.

Im Rahmen von aktiv gemanagten Fonds versucht der Fondsmanager eine höhere Rendite als die Benchmark zu erreichen. Hierzu ist es wesentlich, durch Aktienanalyse die Aktien mit einem (künftig) positiven Alphafaktor zu erkennen.

Im Rahmen von Aktienoptionsplänen für leitende Angestellte, als Bestandteil einer erfolgsabhängigen Bezahlung, sollten die Optionsbedingungen so gewählt werden, dass die Optionen nur bei einem positiven Alphafaktor ausgeübt werden dürfen. Hierdurch soll vermieden werden, dass die Begünstigten allein deshalb Nutzen aus den Optionen ziehen, weil der Aktiengesamtmarkt sich positiv entwickelt hat.

Siehe auch[Bearbeiten]