Jerónimo Grimaldi

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Jerónimo Grimaldi

Pablo Jerónimo Grimaldi y Pallavicini (* 1710 in Genua; † 1. Oktober 1789) war ein spanischer Diplomat.

Leben[Bearbeiten]

1746, 1752 und 1762 bis 1763 entsandte ihn Ferdinand VI. (1746–1759) als Botschafter zu Georg II.. Als Botschafter in London wurde er 1747 von Ricardo Wall abgelöst. Grimaldi war Bevollmächtigter Botschafter bei Friedrich in Schweden, in Parma sowie Botschafter bei den Generalstaaten.

1763 ernannte ihn Karl III. (1759 bis 1788) von Spanien zu seinem Botschafter bei Ludwig XV., wo er mit Étienne-François de Choiseul den bourbonischen Hausvertrag, als tercer pacto de familia von 1761 aktualisierte. Dieser führte zum Eintritt Spaniens in den Siebenjähriger Krieg gegen Großbritannien. Grimaldi unterzeichnete 1763 den entsprechenden Pariser Friedensvertrag.

Golillas[Bearbeiten]

Grimaldi gehörte mit Marqués de Esquilache zu einer Gruppe, welche sich Golillas (spanisch Kragen-Ringe) nannte, die Kleiderordnung von Esquilache durchsetzte und in Opposition zur Partido Aragonés stand, welche von Pedro Pablo Aranda angeführt wurde. 1766 wurde im Rahmen des Madrider Hutaufstandes das Haus von Grimaldi geplündert. Mit dem Marqués de Esquilache ließ er den Hutaufstand niederschlagen. 1767 gehörte er der Junta an, welche die Ausweisung der Jesuiten beschloss.

Grimaldi war Ministro de Negocios Extranjeros (Außenminister) als Großbritannien die Malvinas beanspruchte. Pedro Pablo Aranda plädierte für eine militärische Besetzung der Malvinas, was international nicht vermittelbar war. Spanien verlor Port Egmont was als Niederlage der Partido Aragonés bewertete wurde. Pedro Pablo Aranda trat als Vorsitzender des Consejo de Castilla zurück und wurde 1773 als Botschafter nach Paris entsandt. [1]

1775: Expedición de castigo contra Argel[Bearbeiten]

Mulai Muhammad versuchte im Dezember 1774 Melilla und im Februar 1775 den Gibraltar besetzen zu lassen. Karl III. wollte zur Bekämpfung der Piraterie, den Barbareskenstaat Algerien besetzen lassen. Seine Interventionsarmada bestand aus: Sieben Linienschiffen mit 70 Kanonen, zwölf Fregatten mit 27 Kanonen, vier Schaluppen mit 40 Kanonen, neun Jabeques (Dreimaster) mit 32 Kanonen, 3 Linienschiffen der Handelsmarine mit 14 Kanonen. vier Bombardas (Zweimaster) mit acht Kanonen und sieben Schoner mit vier Kanonen, insgesamt 46 Kriegsschiffe mit 1364 Kanonen. Das Oberkommando hatte Pedro González de Castejón. Die Expeditionsarmee bestand aus 18.400 Soldaten unter dem Kommando von Alejandro O’Reilly, die Armada stand unter dem Kommando von Antoni Barceló. Die spanische Armada segelte am 22. Juni 1775 nach Malta, nach dem eine Fregatte aus Malta und zwei Fregatten des Herzogs der Toskana, sich angeschlossen hatten, begann die Operation am 8. Juli 1775. Bei einem gescheiterten Landungsversuch kamen etwa 5.000 Spanier ums Leben, darunter fünf Generäle und 15 Generäle wurden verletzt. Die Algerier konnten 15 Kanonen und etwa 9000 Gewehre sicherstellen. Nach Angaben der Spanier wehrten 12000 algerische Kavalleristen den Angriff ab, worauf der Brückenkopf nicht gehalten wurde und der Befehl zum Einschiffen gegeben wurde. Nach dem Scheitern dieser Strafexpedition gegen Algerien 1775 trat Grimaldi 1776 als Ministro de Negocios Extranjeros zurück und wurde von Conde de Floridablanca, welcher sein Vertrauen genoss abgelöst. [2] 1776 wurde er als Botschafter zum Heiligen Stuhl entsandt.

Er wurde zum Granden und zum Herzog geadelt sowie in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.biografiasyvidas.com/biografia/g/grimaldi_jeronimo.htm
  2. http://mx.encarta.msn.com/encyclopedia_761585612/Jer%C3%B3nimo_Grimaldi_duque_de_Grimaldi.html
Vorgänger Amt Nachfolger
Tomás Geraldino
Ricardo Wall
Juan Joaquín Atanasio Pignatelli y Fernández de Heredia
Spanischer Botschafter im Vereinigten Königreich
1752
1762
1763–1776
Ricardo Wall
Felix Joseph de Abreu y Bertodano
Vittorio Filippo Ferrero Fieschi