Jeroen Bleekemolen

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Jeroen Bleekemolen
Jeroen Bleekemolen (2007)
DTM
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Erstes Rennen Hockenheimring I 2003
Letztes Rennen Norisring 2006
Teams (Hersteller)
2003–2004 Euroteam (Opel) • 2006 Futurecom (Audi)
Statistik
Rennen Siege Poles SR
23 0 0  ?
Podien 0
Gesamtsiege -
Punkte 2

Jeroen Bleekemolen (* 23. Oktober 1981 in Heemstede) ist ein niederländischer Automobilrennfahrer und der Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Michael Bleekemolen sowie Bruder von Sebastiaan Bleekemolen.

Karriere[Bearbeiten]

Bleekemolen im A1GP-Auto der Niederlande auf seiner Heimstrecke, dem Circuit Park Zandvoort.

Bleekemolen begann seine Motorsportlaufbahn im Kartsport und wurde 1995 jeweils Zweiter in der 80-ccm- und der 60-ccm-Klasse der Niederländischen Junioren-Kart-Meisterschaft. 1996 belegte er den vierten Platz in der Junioren-Kart-Weltmeisterschaft und den dritten Platz in der Niederländischen Kart-Meisterschaft.

1998 wechselte er in den Formelsport und wurde sowohl Gesamtsieger der Formel-Ford-Zetec-Benelux-Meisterschaft als auch der Niederländischen Formel-Ford-Zetec-Meisterschaft. 1999 fuhr er in der britischen Formel-Palmer-Audi-Meisterschaft und schloss die Saison auf dem neunten Gesamtrang ab. 2000 startete er für Van Amersfoort Racing in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft, konnte aber lediglich durch eine Pole Position sowie einen siebten Platz beim nicht zur Meisterschaft zählenden Zandvoort-Formel-3-Masters auf sich aufmerksam machen.

2001 bestritt er auf einer Chrysler Viper GTS-R[1] die FIA-GT-Meisterschaft und konnte zwei Siege sowie den dritten Platz im Endklassement erreichen[2], außerdem wurde er Meister des niederländischen Renault Clio Cups. 2002 belegte er mit einem Renault Clio den zweiten Platz in der Niederländischen Tourenwagen-Meisterschaft.

2003 bekam er ein Stammcockpit bei Opel in der DTM und schloss sein Rookie-Jahr mit zwei Punkten auf Platz 13 ab.[3] 2004 belegte er, ebenfalls für Opel antretend, punktelos den 17. Platz. Nachdem er im Jahr 2005 die niederländische BRL-V6-Serie gewinnen konnte, sprang Bleekemolen 2006 an zwei Rennwochenenden für Audi-Pilot Olivier Tielemans beim DTM-Team Futurecom TME ein, wurde schließlich jedoch durch Nicolas Kiesa ersetzt. Außerdem trat er erstmals beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an.

2006/2007 fuhr er in der Monoposto-Serie A1GP für das Team der Niederlande und ermöglichte ihm durch konstante Leistungen sowie einen Sprintrennsieg in Peking Gesamtrang fünf, nachdem er schon in der vorherigen Saison als Ersatzfahrer bei jedem Rennwochenende vor Ort gewesen war. 2007 feierte er mit drei Laufsiegen ein fulminantes Comeback im Porsche Supercup, in dem er bereits zuvor mehrmals sporadisch angetreten war, belegte aber „lediglich“ Rang acht in der Endabrechnung, was der Tatsache geschuldet war, dass er die ersten Rennen als Gastfahrer bestritten hatte.[4] Im Winter 2007/2008 ging Bleekemolen wieder in der A1GP-Serie an den Start und führte sein Team als alleiniger Fahrer mit zwei Podestplätzen zu Platz sieben in der Meisterschaft.

2008 gewann er mit drei Rennerfolgen den als „schnellsten Markenpokal der Welt“[5] bezeichneten Porsche Supercup. Zudem entschied er bei den 24 Stunden von Le Mans auf einem Porsche RS Spyder zusammen mit Peter van Merksteijn und Jos Verstappen die Wertung der LMP2-Klasse für sich[6]. Auch 2008/2009 fuhr Bleekemolen erneut einige Rennen für das niederländische A1GP-Team und gewann dabei das Sprintrennen in Kyalami, womit er einen großen Beitrag zum vierten Gesamtrang leistete. 2009 konnte er mit fünf Siegen und insgesamt 13 Podiumspositionen souverän seinen Porsche-Supercup-Titel verteidigen. Außerdem wurde er im Porsche Carrera Cup Deutschland im selben Jahr mit vier ersten Plätzen Vizemeister.[7]

2010 konzentrierte sich Bleekemolen auf sein Engagement in der American Le Mans Series und kam daher im Porsche Supercup in diesem Jahr nur zu sieben Renneinsätzen, was Rang sieben zur Folge hatte. In der GTC-Wertung der amerikanischen Langstreckenrennserie behielt er hingegen die Oberhand und wurde zusammen mit dem US-Amerikaner Tim Pappas mit vier Klassensiegen Meister.

Mit einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 des Black Falcon-Teams gewann er 2012 und 2013 das 24-Stunden-Rennen von Dubai und 2013 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und das 12-Stunden-Rennen von Abu Dhabi.[8][9][10][11]

Jeroen Bleekemolen gilt als einer der vielbeschäftigsten und vielseitigsten Rennfahrer der Welt. Neben den Auftritten in internationalen Meisterschaften nimmt er auch regelmäßig an niederländischen Serien wie der Winter Endurance Kampioenschap (= Winter-Langstreckenmeisterschaft), der Dutch GT4 Championship oder gar der eigentlich als Einsteigerserie gedachten Formel Ford teil.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2006 NiederlandeNiederlande Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R NiederlandeNiederlande Mike Hezemans Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Kane Ausfall Motorschaden
2007 NiederlandeNiederlande Racing for Holland b.v. Dome S101b NiederlandeNiederlande Jan Lammers NiederlandeNiederlande David Hart Rang 25
2008 NiederlandeNiederlande van Merksteijn Motorsport Porsche RS Spyder Evo NiederlandeNiederlande Jos Verstappen NiederlandeNiederlande Peter van Merkstejin Rang 10 und Klassensieg
2009 NiederlandeNiederlande Snoras Spyker Squadron Spyker C8 Laviolette GT2-R NiederlandeNiederlande Tom Coronel TschechienTschechien Jaroslav Janiš Rang 25
2010 NiederlandeNiederlande Spyker Squadron Spyker C8 Laviolette GT2-R NiederlandeNiederlande Tom Coronel Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Dumbreck Rang 27
2011 SchweizSchweiz Rebellion Racing Lola B10/60 SchweizSchweiz Neel Jani FrankreichFrankreich Nicolas Prost Rang 6
2012 SchweizSchweiz Rebellion Racing Lola B12/60 ItalienItalien Andrea Belicchi SchweizSchweiz Harold Primat Rang 11
2013 SchweizSchweiz Race Performance Oreca 03 SchweizSchweiz Michel Frey SchweizSchweiz Patric Niederhauser Rang 19
2014 BelgienBelgien Prospeed Competition Porsche 997 GT3-RSR Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cooper MacNeil Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bret Curtis Rang 31

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Driver Biography: Jeroen Bleekemolen history.fiagt.com
  2. 2001 FIA GT Drivers Championship history.fiagt.com
  3. Fahrerwertung 2003 dtm.com
  4. Perfekt in Monaco – Bleekemolen gewinnt racecam.de
  5. Porsche Mobil 1 Supercup porsche.com
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format24h Le Mans 2008. www.autozeitung.de, abgerufen am 20. August 2008.
  7. Fahrerwertung Porsche Carrera Cup 2009 racecam.de
  8. 24 Stunden von Dubai: Dreifachsieg für Mercedes. Motorsport-Total.com, 14. Januar 2012, abgerufen am 22. Mai 2013.
  9. Black Falcon triumphiert: "Dachte, wir müssten einpacken". Motorsport-Total.com, 12. Januar 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.
  10. Black Falcon beschert Mercedes historischen Triumph. Motorsport-Total.com, 20. Mai 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.
  11. Schneider gewinnt Zwölf-Stunden-Rennen in Abu Dhabi. Motorsport-Total.com, 14. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeroen Bleekemolen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien