Jeroen Piket

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Schachspieler. Für das Kartenspiel siehe Piquet.
Jeroen Piket

Jeroen Piket (* 27. Januar 1969 in Leiden) ist ein niederländischer Schachgroßmeister.

Leben[Bearbeiten]

Piket lernte in frühester Kindheit Schach von seinem Vater Joop (* 1940), der das Spiel auf Meisterniveau beherrscht. Piket hat außerdem einen Bruder, Marcel (* 1966), der FIDE-Meister wurde.

Pikets große Schachbegabung machte sich schnell bemerkbar. Er galt frühzeitig als größtes Talent der Niederlande nach Jan Timman. 1989 wurde er Großmeister.[1] Von 1990 bis 1994 gewann er viermal in Folge die Landesmeisterschaft.

Michael Adams - Jereon Piket bei den Dortmunder Schachtagen 2000

Zu seinen größten Turniererfolgen im Ausland gehört der Gewinn der Dortmunder Schachtage 1994.[2] Im Jahr 1996 gewann Piket das Traditionsturnier von Tilburg. Im Jahr 2001 hörte Piket sehr überraschend mit dem Profi-Schach auf und zog als Sekretär von Joop van Oosterom, dem späteren 18. Fernschachweltmeister, nach Monaco. Seine letzte Turnierpartie bestritt er 2003 in der niederländischen Mannschaftsmeisterschaft.

Seine Elo-Zahl beträgt 2624 (Stand: Oktober 2014), er wird jedoch als inaktiv geführt, da er zuletzt in der Saison 2002/03 in der 1. Bundesliga und Meesterklasse gewertete Partien gespielt hat. Seine bisher höchste Elo-Zahl lag bei 2670 im Januar 1995.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Piket nahm mit der niederländischen Nationalmannschaft an den Schacholympiaden 1988, 1990, 1992, 1994, 1998 und 2000 teil. Er erreichte 1988 mit der Mannschaft den dritten Platz.[3] Außerdem nahm er an der Mannschaftsweltmeisterschaft 1989[4] und den Mannschaftseuropameisterschaften 1992, 1999 und 2001 teil. 2001 wurde er mit der niederländischen Mannschaft Europameister und erreichte das drittbeste Ergebnis am zweiten Brett.[5]

Vereine[Bearbeiten]

In den Niederlande spielte Piket bis 1996 für Volmac Rotterdam, mit denen er 1988 den dritten Platz im European Club Cup erreichte[6], und von 1996 bis 2003 für die Hilversums Schaakgenootschap. In der deutschen Bundesliga spielte er von 1996 bis 2003 für die Solinger SG 1868, mit der er 1997 deutscher Mannschaftsmeister wurde, die französische Mannschaftsmeisterschaft gewann er 2002 mit C.E.M.C. Monaco. 1998 und 1999 nahm er mit dem ŠK Bosna Sarajevo am European Club Cup teil und gewann diesen 1999.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 80
  2. Dortmunder Schachtage 1994
  3. Jeroen Pikets Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. Jeroen Pikets Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Jeroen Pikets Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. a b Jeroen Pikets Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]