Jesús Díaz

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Jesús Díaz Rodríguez (* 10. Juli 1941 in Havanna, Kuba; † 3. Mai 2002 in Madrid, Spanien) war ein kubanischer Schriftsteller und Regisseur.

Er wuchs in einem Armenviertel von Havanna als Sohn eines Angestellten und einer Textilarbeiterin auf.

1956 schloss sich Díaz der Bewegung gegen die Herrschaft des Diktators Fulgencio Batista an. Er war Mitorganisator von Studentenstreiks und kämpfte auf der Seite Fidel Castros für eine sozialistische Revolution.

Von 1971 bis 1990 arbeitete Díaz beim staatlichen Filminstitut Kubas. Er war Mitherausgeber der philosophischen Zeitschrift Pensamiento Crítico. 1991 ging er als Stipendiat des DAAD nach Berlin und unterrichtete dort an der Filmakademie. Aus politischen Gründen wurde ihm die Rückreise nach Kuba verweigert.

Seitdem lebte er in Berlin und Madrid. Dort war er Herausgeber der kubanischen Exilzeitschrift Encuentro.

Zu seinen wichtigsten auf deutsch erschienenen Werken zählen die Romane "Die Initialen der Erde", "Die Haut und die Maske", "Erzähl mir von Kuba" und "Die Dolmetscherin".

Zu seinen bedeutendsten Drehbüchern zählen "Sie haben das Wort", "Roter Staub" und "Entfremdung". Für seinen Film "55 hermanos" bekam Díaz 1978 eine Einladung zu den Internationalen Filmfestspiele von Cannes.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Freudenthal: Jesús Díaz. In: Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur. 72. Lieferung, März 2007.

Weblinks[Bearbeiten]