Jessica Walter

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Dieser Artikel behandelt die Schauspielerin Jessica Walter; zur liechtensteinischen Skirennläuferin siehe Jessica Walter (Skirennläuferin).
Jessica Walter (2008)

Jessica Walter (* 31. Januar 1941 in Brooklyn, New York City, New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Jessica Walter wurde 1941 als Tochter jüdischer Eltern in Brooklyn, New York City, geboren,[1] wuchs in Queens auf und machte ihren Abschluss an der High School of Performing Arts. Ihre Theaterausbildung absolvierte sie in ihrer Heimatstadt am Bucks County Playhouse und gemeinsam mit James Caan und Christopher Lloyd am New York’s Neighborhood Playhouse.[2] Erste Schauspielerfahrung sammelte Walter im amerikanischen Sommertheater und am New Yorker Broadway.[3] Ihr erstes Broadway-Engagement hatte sie Anfang der 1960er Jahre als Ersatzdarstellerin des Stückes Advise and Consent. 1962 übernahm sie für insgesamt drei Jahre ihre erste große Fernsehrolle in der Seifenoper Love of Life übernahm.

Ihre erste Filmrolle hatte Walter 1964 in Lilith an der Seite von Warren Beatty und Peter Fonda. Es folgten zahlreiche Gastauftritte in verschiedenen Fernsehserien. Am 27. März 1966 heiratete Walter den Schauspieler Ross Bowman. Die Ehe, aus der eine Tochter (* 1971)[4] hervorging, wurde 1978 geschieden.[1] Ihren Durchbruch hatte sie 1967 in dem Oscar-prämierten Film Grand Prix. Walter erhielt für ihre Darstellung eine Nominierung für den Golden Globe. Ihre Leistung in dem Thriller Sadistico, an der Seite von Clint Eastwood, brachte ihr 1972 eine weitere Golden-Globe-Nominierung ein. Ihre Darstellung einer psychotischen Stalkerin wurde unter anderem von Roger Ebert als wirkungsvoll („unnerving effectiveness“) hervorgehoben.[5] 1974 übernahm sie in Amy Prentiss, dem Spin-off zu der Fernsehserie Der Chef, die Hauptrolle. Für diese Rolle erhielt sie 1975 einen Emmy.

Seit den 1980er Jahren arbeitet Walter überwiegend als Fernsehschauspielerin. In der Fernsehserie Die Dinos übernahm sie zudem von 1991 bis 1994 eine Sprechrolle. In Deutschland ist sie vor allem für die Darstellung der exzentrischen Lucille Bluth aus Arrested Development bekannt, die sie von 2003 bis 2006 spielte. Im Mai 2013 kehrte die Serie beim Video-on-Demand-Anbieter Netflix für 15 neue Episoden zurück, in denen sie ihre Rolle wieder aufnimmt. Für diese Rolle wurde sie unter anderem 2003 mit einem Satellite Award ausgezeichnet. Seit 2008 steht sie für die Serie 90210, einem weiteren Spin-off von Beverly Hills, 90210, vor der Kamera.

Seit dem 26. Juni 1983 ist Walter in zweiter Ehe mit dem Schauspieler Ron Leibman verheiratet.[1]

Wirken[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Golden Globe

Nominierungen:

Emmy

Auszeichnungen:

  • 1975: Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Amy Prentiss

Nominierungen:

Screen Actors Guild Awards

Nominierungen:

Satellite Awards

Auszeichnungen:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Filmreference.com: Biografie; abgerufen am 12. Juni 2009
  2. Jessica Walter. In: Ephraim Katz: The Macmillan international film encyclopedia. New York, NY : Macmillan, 1994. – ISBN 0-333-61601-4. S. 1427
  3. Lloyd, Ann ; Fuller, Graham ; Desser, Arnold: The Illustrated who's who of the cinema. London : Orbis, 1983. ISBN 978-0-85613-521-7. S. 455
  4. IMDb: Kurzbiografie; abgerufen am 11. Juni 2009
  5. Roger Ebert: Kritik zu „Sadistico“; abgerufen am 11. Juni 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jessica Walter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien