Jesus liebt mich

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Filmdaten
Originaltitel Jesus liebt mich
Jesus liebt mich.JPG
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 8[2]
Stab
Regie Florian David Fitz
Drehbuch Florian David Fitz
Produktion Steffi Ackermann,
Thomas Peter Friedl,
Nico Hofmann,
Patrick Zorer
Musik Marcel Barsotti
Kamera Stefan Unterberger
Schnitt Mona Bräuer
Besetzung

Jesus liebt mich ist ein deutscher Spielfilm von und mit Florian David Fitz aus dem Jahr 2012. Die Liebeskomödie basiert frei auf Motiven von David Safiers gleichnamigem, 2008 erschienenem Roman und erzählt von Marie, gespielt von Jessica Schwarz, die sich kurz nach ihren gescheiterten Heiratsplänen in Gottes Sohn Jeshua verliebt. Dieser wiederum ist auf die Erde gekommen, um die bevorstehende Apokalypse einzuleiten. In weiteren Rollen sind Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Peter Prager, Palina Rojinski, Nicholas Ofczarek und Michael Gwisdek zu sehen.

Fitz trat nach Vincent will Meer (2010) erstmals nicht nur als Hauptdarsteller und Autor, sondern auch als Regisseur in Erscheinung. Gefördert wurde Jesus liebt mich von der Filmstiftung NRW, dem FilmFernsehFonds Bayern (FFF), der Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), der Filmförderungsanstalt (FFA) sowie dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF).

Handlung[Bearbeiten]

Jeshua (Jesus) kommt auf die Erde, um die Apokalypse vorzubereiten. Vorher will er die Menschen kennenlernen und bittet den Erzengel Gabriel, der seit längerer Zeit auf der Erde lebt, ihm dabei zu helfen. Gabriel hat vor, Jeshua zunächst in ein Altenheim zu führen. Auf dem Weg dorthin begegnen sie Marie, die erst am Tag vorher ihren Bräutigam vor dem Traualtar hat sitzen lassen.

Bereits bei der ersten Begegnung ist Marie fasziniert von Jeshua. Er heilt eine gehbehinderte Frau, was von Marie jedoch noch nicht als Wunder erkannt wird. Marie meint stattdessen zunächst, Jeshua sei ein Terrorist, da er aus Palästina stammt. Langsam lernt Marie Jeshua besser kennen, der im Alltagsleben christliche Nächstenliebe praktiziert, indem er beispielsweise mit einem Obdachlosen im Restaurant sein Essen teilt und ihm die Füße wäscht. Erst als Jeshua mit freiem Oberkörper das Dach der Kirche deckt, erkennt Marie ihn an seinen Narben als Sohn Gottes. Sie läuft erschrocken weg und radelt an einen See, an welchem sie letztlich in einem Boot einschläft. Dieses lässt Satan auf den See treiben und ein Unwetter heranziehen, während welchem Marie untergeht. Nun zeigt sich Jeshua, indem er über das Wasser geht und Marie rettet, womit Satan ihn auf Erden entdeckt hat.

Satan plant, den Ausgang der bevorstehenden Apokalypse für sich zu entscheiden und erkennt in Marie eine mögliche Schwäche Jeshuas. Nachdem Marie und Jeshua eine Nacht am See verbracht haben, versucht Satan, sie auf seine Seite zu ziehen. Er bietet ihr an, für immer mit Jeshua vereint bleiben zu können, wenn sie sich für ihn entscheidet. Auch Gabriel lockt Satan zum Verrat, da dieser unglücklich in Maries Mutter verliebt ist.

Letztlich treffen sich Jeshua, Marie und Satan auf einer Burg und die Apokalypse setzt ein. Gabriel nennt Satan als seinen Herrn, auch Marie kann nicht verzichten und wählt Satans Angebot. Da schreitet Gott ein, dem Marie eine menschliche Erscheinungsform auswählt. Marie kann Gott bei einer Tasse Tee davon überzeugen, dass die Menschheit sich noch entwickeln könne und erreicht, da Gott in Marie vertraut, eine Verschiebung der Apokalypse auf einen späteren Zeitpunkt.

Wieder am See verabschieden sich Marie und Jeshua, der ihr den Schmerz über die Trennung nimmt und ihr für die Erfahrungen als liebender Mensch dankt.

Produktion[Bearbeiten]

Die Produktion der UFA Cinema entstand in Koproduktion mit dem ZDF zwischen April und Juni 2011 an Schauplätzen in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Produktionsstandorte wurden vorwiegend aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die Filmstiftung NRW, den FilmFernsehFonds Bayern (FFF) und die Filmförderung Baden-Württemberg (MFG) ausgewählt.[3] Bilder der ländlichen Szenen sowie Sequenzen rund um Gabriels Kirche entstanden bei Freiburg in Ebringen an der Berghauser Kapelle und in Hugstetten am Gärtnerhaus im Englischen Garten[4][5] sowie an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg, während sämtliche Einstellungen in Maries Elternhaus in Nordrhein-Westfalen gefilmt wurden. Als Ortszentrum diente eine Fußgängerzone in Bergisch Gladbach-Bensberg. Die Seelandschaft wurde durch zwei bayerische Seen veranschaulicht, den Walchensee und den Sylvensteinspeicher – wobei die Unterwasseraufnahmen in einem Sauerkrauttank nahe dem Münchner Flughafen stattfanden.[3]

Die offizielle deutschlandweite Veröffentlichung erfolgte am 20. Dezember 2012 durch Warner Bros. Pictures Germany. Mit insgesamt 381.160 Besuchern bis Jahresende konnte sich die Komödie auf Platz 21 der meistgesehenen deutschen Kinoproduktionen des Jahres 2012 platzieren.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine kalauernde Boulevardklamotte, die auf den Spuren des barocken Jesuitendramas nicht mit Kulissenzauber spart und sich ausgiebig aus dem Fundus der Kunst- und Filmgeschichte bedient, ohne mehr als burleske Kurzweil zu produzieren.“

Lexikon des Internationalen Films[7]

„Aus der Geschichte, wie die Welt reagieren würde, wenn Jesus unter uns wandelte, hätte man ein ganze Menge mehr machen können. Dass man in Deutschland nicht die Komik der blasphemischen Monty Pythons besitzt, wird hier nach wenigen Minuten klar. Vielleicht hätte sich Florian David Fitz besser auf sein Spiel konzentrieren sollen, als auch die Regie und die Adaption von David Safiers gleichnamigem Buch zu übernehmen. So ist dieses Debüt von vielen Längen gekennzeichnet und man kann sich etwa nicht des Eindrucks erwehren, dass Jessica Schwarz mindestens eine gefühlte halbe Stunde mit dem Fahrrad durch den Wald fährt.“

Prisma[8]

„Herausgekommen ist eine Erlöser-Klamotte mit viel Klamauk und gelegentlich kleinen philosophischen Einsprengeln, die durchaus noch ausbaufähig gewesen wären. Das Drehbuch schwächelt mitunter etwas, die Geschichte ist doch allzu vorhersehbar und plakativ. Und auch einige der gut gemeinten Gags zünden nicht richtig. Beeindruckend aber ist die mit Verve agierende Starbesetzung, die Fitz für seinen Erstling aufgetrieben hat.“

Focus[9]

„Florian David Fitz gelingt mit dem romantischen Lustspiel Jesus liebt mich ein überzeugendes Regiedebüt, das mit tollen Darstellerleistungen, Charme und Witz gefällt, aber zugleich mehr erzählerische Frische und satirische Würze hätte vertragen können.“

Filmstarts[10]

Trivia[Bearbeiten]

Im Film erwähnt Jeshua, er sei aus Palästina. Tatsächlich wurde das Land aber erst ab 193 n. Chr. „Palästina“ genannt (als Teil der römischen Provinz Syria Palaestina). Zu Zeiten Jesu stammte dieser jedoch aus dem damaligen Judäa (Bethlehem) oder Galiläa (Nazareth).

Interviews[Bearbeiten]

DVD und Blu-ray zum Film[Bearbeiten]

  • Erscheinungstermin: 20. September 2013

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK
  2. Freigabebegründung der Jugendmedienkommission
  3. a b Jesus liebt mich: Presseheft. Warner Bros.. Abgerufen am 26. Dezember 2012.
  4. Jesus liebt mich, Friedrichsbau-kino.de, Zugriff am 7. Januar 2013
  5. Filmstars in Ebringen, Badische Zeitung, 3. Juni 2011, Zugriff am 7. Januar 2013
  6. Filmhitliste: Jahresliste (deutsch) 2012. In: Filmförderungsanstalt. FFA.de. Abgerufen am 10. Februar 2012.
  7. Jesus liebt mich im Lexikon des Internationalen Films
  8. Jesus liebt mich, prisma.de
  9. Film: „Jesus liebt mich“: Erlöser-Klamotte in Starbesetzung, focus.de
  10. Jesus liebt mich > Kritik, Filmstarts.de