Jettingen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Böblingen | |
| Höhe: | 559–585 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,12 km² | |
| Einwohner: | 7635 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 362 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 71131 | |
| Vorwahl: | 07452 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 053 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Albstraße 2 71131 Jettingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Michael Burkhardt | |
Jettingen ist eine Gemeinde im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Jettingen besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Oberjettingen und Unterjettingen. Zur ehemaligen Gemeinde Oberjettingen gehören das Dorf Oberjettingen und das Gehöft Höhenhöfe sowie die abgegangenen Ortschaften Oberstetten, Im Weiler und Steinberg. Zur ehemaligen Gemeinde Unterjettingen gehören das Dorf Unterjettingen, der Ort Sindlingen und der Wohnplatz Kehrhau sowie die abgegangenen Ortschaften Malmen und Wolfenkirch.[2]
[Bearbeiten] Ortsteile
[Bearbeiten] Unterjettingen
| Das 1229 erstmals genannte Unterjettingen unterstand den Pfalzgrafen von Tübingen. 1247 kam es durch die Heirat der Pfalzgrafentochter Mechthild mit Burkhardt III. von Hohenberg als Mitgift an die Grafschaft Hohenberg. 1398 kaufte der Markgraf von Baden den Ort. Durch einen Gebietstausch wurde es 1603 württembergisch. |
[Bearbeiten] Oberjettingen
| Der Ort gehörte anfangs ebenfalls den Pfalzgrafen von Tübingen, die ihn 1288 an das Dominikanerinnenkloster Reuthin (nächst Wildberg) verkauften. 1803 kam der Ort an das Königreich Württemberg |
[Bearbeiten] Sindlingen
Sindlingen wurde erstmals um 1100 urkundlich erwähnt. Es gehörte seit 1728 zu Württemberg. Nach dem Tod von Herzog Karl Eugen wohnte seine Witwe Franziska von Hohenheim auf dem Schloss Sindlingen und nahm dort den württembergischen Pietisten Johann Michael Hahn unter ihren Schutz.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gemeinde Jettingen wurde am 1. Dezember 1971 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Oberjettingen und Unterjettingen (mit Sindlingen) gebildet.
Seit 1955 entstanden in beiden Ortsteilen umfangreiche neue Wohngebiete. In dieser Zeit wurde westlich und südlich von Unterjettingen sowie am nördlichen Ortsrand von Oberjettingen auch Gewerbe angesiedelt.
Zwischen Ober- und Unterjettingen fand inzwischen ein großes neues Ortszentrum seinen Platz. Eine Hauptschule wurde gebaut und die Schwabenhalle kann für Veranstaltungen jeder Art genutzt werden.
[Bearbeiten] Religionen
Im heutigen Ortsteil Sindlingen gründete der pietistische Theologe Johann Michael Hahn ab 1794 mit Unterstützung der Herzogin Franziska von Hohenheim die Michael Hahn’sche Gemeinschaft, eine evangelische Versammlungsbewegung, die noch heute besteht.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 18 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,44%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| FW FREIE WÄHLER | 8 Sitze | (42,36%) | |
| CDU | 7 Sitze | (38,89%) | |
| SPD | 3 Sitze | (18,76%) |
Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde aus den beiden Wappen der früher selbständigen Dörfer Ober- und Unterjettingen zusammengesetzt. Im oberen Teil stehen drei schwarze Tannen auf silbernem Grund, die dem Wappen Oberjettingens entnommen sind und an die Nähe zum Schwarzwald erinnern. Unten steht ein silbernes Johanniterkreuz auf rotem Grund. Es ist das ehemalige Wappen Unterjettingens und bezieht sich darauf, dass der Johanniterorden früher die niedere Gerichtsbarkeit dort innehatte.
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
- Senones (Frankreich), seit 1993
- Vernio (Italien), seit 2001
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeinde ist Standort eines zu Beginn der 70er Jahre errichteten 380 kV/110-kV-Umspannwerks der EnBW AG.
[Bearbeiten] Verkehr
Jettingen liegt an der Bundesstraße 28 zwischen Nagold und Herrenberg. Hinter Herrenberg ist sie an die Bundesautobahn 81 angeschlossen.
Buslinien verbinden Jettingen mit Nagold, Herrenberg, Gültlingen, Haslach, Tübingen, Mötzingen und Gäufelden
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
Neben einer Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die im Gebiet zwischen Ober- und Unterjettingen zentral erbaut wurde, gibt es in Ober- und Unterjettingen auch je eine reine Grundschule. Im Oktober 2008 wurde die neue Gemeindebibliothek eröffnet.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Karl Ludwig Weisser (1823-1879), geboren in Unterjettingen, Lithograph und Kunstgelehrter
- Johannes Graf (1853-1923), Kirchenmusiker
- Martin Haag (1891–1980), geboren in Unterjettingen, Landwirt und Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Nach dem Ehrenbürger und Tübinger Professor Hansmartin Decker-Hauff ist die Grundschule in Oberjettingen benannt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Ansicht von Sindlingen im Forstlagerbuch von Andreas Kieser, 1685 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 94–96
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