Jeverland

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Dieser Artikel behandelt die Region im Landkreis Friesland. Für das ehemals gleichnamige Schiff siehe BUGA Koblenz 2011 (Schiff).

Jeverland nennt man den nördlichen Teil des heutigen Landkreises Friesland mit der Stadt Jever als Sitz der Kreisverwaltung.

Das Jeverland bildete sich im 15. Jahrhundert aus der Herrschaft Jever, die aus dem Banter Viertel, aus Teilen von Östringen und dem Wangerland hervorgegangen war. Die im Jahre 1853 gegründete Stadt Wilhelmshaven gehört heute als kreisfreie Stadt nicht mehr zum Jeverland, ebenso die auf dem heutigen Stadtgebiet von Wilhelmshaven gelegenen ehemals selbstständigen Kirchspiele Heppens und Neuende. Haupterwerbsquelle im Jeverland war in früherer Zeit in erster Linie die Landwirtschaft.

Handel wurde vornehmlich über die kleinen Sielhafenorte Hooksiel, Rüstringersiel und Mariensiel abgewickelt. Im Jeverland befand sich der zeitweilig politisch vollkommen eigenständige Kleinstaat Kniphausen mit den beiden Sielhafenorten Inhausersiel und Kniphausersiel, dessen ehemaliges Gebiet heute ebenfalls zum Teil im Wilhelmshavener Stadtgebiet liegt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jeverländischer Altertums- und Heimatverein: Ein Blick zurück. Beiträge zur Geschichte des Jeverlandes. C. L. Mettcker & Söhne, Jever, 1986
  • Wolfgang Koppen: Kluge Köpfe aus dem Jeverland, Brune-Mettcker, Jever 2003, ISBN 3-87542-045-4
  • Wolfgang Petri: Fräulein Maria von Jever. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1994. ISBN 3-925365-77-X
  • Antje Sander (Hrsg.): Das Fräulein und die Renaissance. Maria von Jever 1500 - 1575. Isensee Verlag, Oldenburg 2000. ISBN 3-89598-711-5
  • Carl Woebcken: Jeverland. Gewesenes und Gebliebenes. In: Mitteilungen des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins Jever. Heft 8, DNB 455728933.
  • Georg Sello: Die territoriale Entwicklung des Herzogtums Oldenburg. Oldenburg 1917
  • Georg Sello: Östringen und Rüstringen. Ad. Littmann, Oldenburg 1928

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Mein Jeverland! – Quellen und Volltexte