Jevons’ Gesetz

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Jevons’ Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise (nach William Stanley Jevons) ist ein Gesetz der Mikroökonomie.

Das Gesetz besagt, dass für ein Gut nur ein einheitlicher Preis auf dem Markt entstehen muss, wenn

entfallen sowie

  • vollkommene Information

herrscht. Diese Bedingungen beschreiben den vollkommenen Markt.

„In the same open market, at any moment, there cannot be two prices for the same kind of article (im gleichen vollkommenen Markt kann es zu keinem Zeitpunkt zwei Preise für das gleiche Gut geben)“

William Stanley Jevons: Theory of political economy, S. 92

Bei Fehlen von vollkommener Information vermutet man einen temporär unvollkommenen Markt. Temporär deswegen, da auch bei fehlender vollkommener Information der Markt dadurch zu einheitlichen Preisen tendiert, dass die Marktteilnehmer die Preisgestaltung der anderen Marktteilnehmer beobachten und ihre Preisgestaltung an denen der Wettbewerber orientieren. Damit entsteht der einheitliche Preis ggf. zeitverzögert.

Trifft eine der anderen Bedingungen nicht zu, heißt der Markt unvollkommen.

Andere Phänomene[Bearbeiten]

Nach Jevon wurde auch das Jevons’ Paradoxon benannt, dass sich jedoch nicht direkt mit Preisen, sondern mit der Nachfrage nach Gütern beschäftigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • William Stanley Jevons: Theory of political economy, 1871
  • Walter Kortmann: Mikroökonomik: Anwendungsbezogene Grundlagen, 4. Auflage, 2006, ISBN 9783790816983, Seite 354, online