Jewish Telegraphic Agency

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Die Jewish Telegraphic Agency (JTA) ist eine von dem damals fünfundzwanzigjährigen Journalisten Jacob Landau am 6. Februar 1917 in Den Haag gegründete Presseagentur, die zunächst den Namen Jewish Correspondence Bureau führte. 1919 erfolgte der Umzug nach London unter dem heutigen Namen, die Leitung hatten damals Jacob Landau und Meir Grossmann. 1922 wurde New York City der neue Hauptsitz.[1]

Geschichte und Ziele[Bearbeiten]

Landau gründete das Jewish Correspondence Bureau unmittelbar vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg. Die Zeit war zum einen von der vehement geführte Diskussion um den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg, zum anderen von der starken Einwanderungsbewegung vor allem osteuropäischer Juden geprägt. Letztere führte dazu, daß Familien durch damals kaum überwindbare Entfernungen getrennt wurden.

Aus Landaus Sicht hatten daher politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den Vereinigten Staaten starken Einfluss auf das Leben von Menschen in anderen Ländern, gleichzeitig bestand großer Bedarf an Nachrichten aus den Ursprungsländern der Einwanderer. Eine zuverlässige, weltweit tätige Sammelstelle für Nachrichten aus jüdischer Perspektive sollte geschaffen werden.

Die JTA ist politisch neutral und keinem Zweig des Judentums besonders verbunden oder verpflichtet.

Organisation[Bearbeiten]

Die JTA hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Der Sitz ist New York City. Sie wird von einem aus höchstens 75 Personen bestehenden Vorstand geleitet. In diesem Vorstand sollen repräsentativ Vertreter aller Ausprägungen der jüdischen Religion und des Zionismus vertreten sein.

Kunden- und Unterstützerkreis[Bearbeiten]

Zu den bekanntesten Zeitungen die von der Jewish Telegraphic Agency beliefert werden, zählt der Forward in New York, in Deutschland zählt die Jüdische Allgemeine zu den Abnehmern und in der Schweiz das Wochenmagazin Tachles. Darüber hinaus wird die JTA von vielen Mitgliedsverbänden der United Jewish Communities (UJC) mitgetragen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fruma Mohrer, Marek Web: Guide to the YIVO Archives, M. E. Sharpe, Armonk, NY 1998, ISBN 0-7656-0130-3, S. 143