Jiří Kochta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
TschechienTschechien Jiří Kochta Eishockeyspieler
Jiří Kochta
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 11. Oktober 1946
Geburtsort Prag, Tschechoslowakei
Größe 183 cm
Spielerbezogene Informationen
Position Stürmer
Spielerkarriere
bis 1965 Bohemians Prag
1965–1968 Dukla Jihlava
1968–1979 Sparta Prag
1979–1981 EV Landshut
1981 EHC 70 München
1981–1986 EC Hedos München
TschechienTschechien Jiří Kochta
Trainerstationen
1986–1987 HC Meran
1987–1988 EV Füssen
1988–1989 Hedos München
1991–1993 Mannheimer ERC
1993–1994 SC Memmingen
1994–1996 ES Weißwasser
1996–1997 EV Duisburg
1997–1998 Heilbronner EC
1998–2000 Revierlöwen Oberhausen
2002–2007 Dresdner Eislöwen

Jiří Kochta (* 11. Oktober 1946 in Prag) ist ein ehemaliger tschechischer Eishockeyspieler und -trainer, der als Aktiver über viele Jahre in der höchsten Spielklasse der Tschechoslowakei sowie der Eishockey-Bundesliga spielte. Als Trainer betreute er unter anderem den Mannheimer ERC, die Revierlöwen Oberhausen sowie den ES Weißwasser in der höchsten deutschen Spielklasse.

Karriere[Bearbeiten]

Als Eishockeyspieler[Bearbeiten]

Als Jugendlicher begann er bei den Bohemians Prag mit dem Eishockey und wechselte 1965 im Rahmen seines Militärdienstes zum Armeesportklub ASD Dukla Jihlava. In den folgenden drei Spielzeiten wurde er zweimal Tschechoslowakischer Meister und wechselte 1968 zu Sparta Prag, wo er bis 1979 spielte.

In der Saison 1979/80 kam er zum EV Landshut und war dort mit 81 Assists Bester der Liga. Nur sein Mannschaftskamerad Erich Kühnhackl hatte mehr Punkte als Kochta, der mit 144 Punkten 46 Punkte Vorsprung auf den Dritten, Marcus Kuhl, hatte. Auch ein Jahr später reichte es nicht zum Topscorer. Ein Punkt fehlte ihm auf Dick Decloe. Überraschend war dann sein Wechsel in die 2. Bundesliga zum EHC 70 München, der im Laufe der Saison in Konkurs ging.

Während man einen erneuten Wechsel von Kochta erwartete, verabschiedete er sich vom hochklassigen Eishockey und wurde Spielertrainer beim neu gegründeten EC Hedos München. Unter seinen Fittichen wuchsen einige junge Spieler in München heran, und mit Kochta stieg das Team Jahr für Jahr auf. 1986 hängte er seine Schlittschuhe endgültig an den Nagel.

International[Bearbeiten]

Kochta nahm mehrfach an internationalen Wettbewerben wie Olympia 1968, Olympia 1972 und Eishockey-Weltmeisterschaften (1971, 1972, 1973, 1974) teil. Bei der Weltmeisterschaft 1972 gewann er die Goldmedaille, bei Olympia einmal Silber (1968) und Bronze (1972).

Als Eishockeytrainer[Bearbeiten]

Als Trainer war er in der Saison 1986/87 in Italien beim HC Meran und 1987/88 beim EV Füssen tätig. Danach kehrte er nach München zurück und führte das Team des EC Hedos München in die Bundesliga. In den turbulenten Zeiten im Münchner Eishockey wurde aber nicht nur das komplette Team umgekrempelt, sondern auch ein neuer Trainer verpflichtet.

In der Folge trainierte er den EHC Klostersee, den Heilbronner EC, SC Memmingen, die Bundesligamannschaft des Mannheimer ERC, den EHC Biel in der Schweiz und die DEL-Teams SG Füchse Sachsen und Revierlöwen Oberhausen.

Seit Mitte der Saison 2002/03 trainierte er die Mannschaft der Dresdner Eislöwen. Im Jahr 2005 schaffte er mit ihnen den Aufstieg von der Oberliga in die 2. Eishockey-Bundesliga und formte sofort eine konkurrenzfähige Mannschaft, die bis ins Halbfinale der Playoffs vordrang. In der folgenden Spielzeit konnte dieser Erfolg nicht wiederholt werden und nach einer Niederlagenserie trat Kochta Anfang Februar 2007 von seinem Amt zurück.

Eine von Kochtas großen Leidenschaften ist Tennis. Sehr intensiv kümmerte er sich um die Karriere seiner 1975 und 1973 geborenen Töchter Marketa und Renata Kochta, die 1994 bei allen vier Grand-Slam-Turnieren antraten und Siege unter anderem gegen Gabriela Sabatini und Anke Huber verbuchen konnten.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Bronzemedaille bei der Europameisterschaft
Goldmedaille bei der Europameisterschaft
Goldmedaille bei der Europameisterschaft
Bronzemedaille bei der Europameisterschaft
Silbermedaille bei der Europameisterschaft
Silbermedaille bei der Europameisterschaft

Weblinks[Bearbeiten]