Landwind X6

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Landwind
Landwind at the IAA 2005.jpg
X6, X9
Produktionszeitraum: seit 2005
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,4 Liter
(84–92 kW)
Dieselmotoren:
2,8 Liter (62 kW)
Länge: 4400–4800 mm
Breite: 1780–1800 mm
Höhe: 1820–1870 mm
Radstand: 2330–2760 mm
Leergewicht: 1550–1935 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Landwind X6 (viertürig) und Landwind X9 (zweitürig), anfangs Jiangling Landwind ist ein Sport Utility Vehicle der Jiangling Motors aus der Volksrepublik China.

Die Modelle[Bearbeiten]

Frontansicht des aktuellen Modells
Rückansicht

Der Landwind ist im Design angelehnt an den Isuzu Rodeo aus den Baujahren 1991 bis 1997 sowie dessen Schwestermodell Opel Frontera.

Er wird als Landwind X6 mit fünftürigem Kombiaufbau sowie als Landwind X9 mit zweitüriger Karosserie und einem zu öffnenden Fahrzeugdach im Heckbereich ausgestattet. Der Landwind X9 ist somit vergleichbar mit dem Opel Frontera Sport. Während die Karosserien mit denen des Isuzu Rodeo beziehungsweise Opel Frontera fast identisch ist, wurde die Frontpartie komplett neu gestaltet.

Anfangs trug der Wagen die Bezeichnung Jiangling Landwind, wobei "Landwind" inzwischen eine komplette Marke von Jiangling Motors geworden ist, so dass die beiden Modelle schlicht Landwind X6 und Landwind X9 heißen. In den USA wird die lange Version als Landwind GV6 oder Landwind Fitch verkauft.

Der ADAC bemängelt den mit 11,6 Litern Super hohen Verbrauch und sehr schlechte Verarbeitung.

Motoren und Antrieb[Bearbeiten]

Als Motorvarianten sind ein 2,0-Liter- und ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor sowie ein 2,8-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor erhältlich. Die Benziner stammen von Mitsubishi, der Diesel wird von Isuzu hergestellt. Der Landwind X9 wird nicht mit dem 2,0 Liter Motor angeboten.

Der Landwind verfügt über einen Heckantrieb. Alle Modelle sind optional auch mit Allradantrieb erhältlich.

Sicherheit[Bearbeiten]

Laut ADAC hat der Landwind in Crashtests relativ schlecht abgeschnitten. Bei einem Frontalcrash mit 64 km/h sei die Fahrgastzelle stark deformiert worden. Auch bei einem Seitenaufprall mit höherer Geschwindigkeit würden sich die Insassen schwere Kopfverletzungen zuziehen.[1] Weitere, vom ADAC festgestellte Mängel, sind erhöhte Schlingerneigung, unpräzise Lenkung, kein ESP, lange Bremswege sowie kein ABS. Der Landwind entspräche noch nicht den hohen europäischen Sicherheitsstandards. Deshalb ist eine Zulassung innerhalb der EU nur per Einzelzulassung möglich bzw. bei dem größeren Modell deshalb, weil die EU-Vorschriften über Crashtests nur für Autos bis zu einem Gesamtgewicht von 2.500 kg gelten. [2]

Peter Bijvelds, Europaimporteur des Landwind, gab auf einer Pressekonferenz Anfang Oktober 2005 in Den Haag bekannt, dass der Landwind vom TÜV erneut geprüft worden ist und die Ergebnisse sehr ermutigend seien. Ferner sagte er, künftig werde man alles versuchen, die europäischen Normen einzuhalten.

Serienausstattung[Bearbeiten]

Der Landwind verfügt serienmäßig neben einer geräumigen Karosserie, Klimaanlage, Ledersitzen, Leichtmetallfelgen und Radio mit CD-Spieler über viele weitere Komfort- und Ausstattungsmerkmale.

Sonstiges[Bearbeiten]

Offiziell wird der Landwind nicht nach Europa exportiert. Der niederländische Ex-Rennfahrer Peter Bijvelds hat sich jedoch die Importrechte für ganz Europa gesichert und bietet das Fahrzeug zu Preisen ab ca. 15.000,- Euro in den Niederlanden und Belgien an. Der Landwind gehört somit zu den Billigangeboten seiner Klasse.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landwind X6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1987 – 2007 „20 Jahre ADAC Crashtests“: 2005 – China-Crash. ADAC, 23. Juli 2010, S. 7/8, abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. ÖAMTC: Schlupflöcher bei EU-Zulassung stopfen