Jiangsu

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江苏省
Jiāngsū Sheng
Abkürzung: (Pinyin: Sū)
Hauptstadt Nanjing
Fläche

 - Gesamt
 - Anteil an der
VR China

Rang 24 von 33

102.600 km²
1,07 %
 

Bevölkerung

 - Gesamt 2010
 - Dichte

Rang 5 von 33

77.250.000 Einwohner
744 Einwohner/km²

Verwaltungstyp Provinz
Gouverneur Li Xueyong
Bangladesch Bhutan Nepal Myanmar Laos Vietnam Thailand Philippinen Japan Nordkorea Südkorea Kirgisistan Kasachstan Mongolei Afghanistan Usbekistan Tadschikistan Pakistan Indien Russland de-facto Pakistan (von Indien beansprucht) de-facto Indien (von Pakistan beansprucht) de-facto Indien (von China als Teil Tibets beansprucht) Republik China (von China beansprucht) de-facto Provinz Xinjiang, China (von Pakistan beansprucht) de-facto Provinz Tibet, China (von Pakistan beansprucht) Macao Hongkong Hainan Guangdong Guangxi Hunan Yunnan Fujian Shanghai Jiangxi Zhejiang Jiangsu Hubei Anhui Guizhou Chongqing Shaanxi Henan Shanxi Shandong Hebei Peking Tianjin Ningxia Liaoning Jilin Sichuan Tibet Heilongjiang Gansu Qinghai Xinjiang Innere MongoleiLage von Jiāngsū Sheng in China
Über dieses Bild
ISO-3166-2-Code CN-32
Bezirksebene 13 Städte
Kreisebene 55 Stadtbezirke, 23 Städte, 24 Kreise
Gemeindeebene 836 Großgemeinden, 349 Straßenviertel, 95 Gemeinden, 1 Nationalitäten-Gemeinde

Jiangsu (chinesisch 江蘇 / 江苏Pinyin Jiāngsū, veraltet: Kiangsu) ist eine Provinz im Osten der Volksrepublik China, am Gelben Meer gelegen. Jiangsu liegt im Mündungsbereich des Jangtsekiang. Der chinesische Kurzname ist Su. Der Name Jiangsu leitet sich von den Namen der beiden Präfekturen ab, aus deren Zusammenfassung Jiangsu 1667 hervorging: Jiangning (das heutige Nanjing) und Suzhou.

Geographie[Bearbeiten]

Hauptstadt der Provinz ist Nanjing, weitere wichtige Orte sind Suzhou, Nantong, Wuxi und Changzhou. Nachbarprovinzen sind: Anhui, Shandong, Shanghai, Zhejiang

Skyline von Nanjing

Die Topografie der Provinz ist im Süden (Jangtsekiang-Delta) und Osten (Küste) flach, im Norden und Westen hügelig bis bergig. Die Küstenlinie ist rund 1.000 km lang. Unter allen Provinzen Chinas hat Jiangsu den höchsten Anteil an Flachland und Wasser und den niedrigsten an Hügel- und Bergland. Mit dem Tai-See und dem Hongze-See (Hongze Hu) liegen der größte und viertgrößte Binnensee der Volksrepublik China in Jiangsu. Der im 7. Jahrhundert erbaute Kaiserkanal, der den Jangtsekiang und den Huang He miteinander verbindet, liegt zu einem großen Teil in Jiangsu. Er ist innerhalb von Jiangsu 690 km lang und stellte eine wichtige Nord-Süd-Verkehrsader dar.

Sprache[Bearbeiten]

Es werden Hochchinesisch und Wu-Dialekte gesprochen.

Administrative Gliederung[Bearbeiten]

Die Provinz Jiangsu setzt sich aus 13 bezirksfreien Städten zusammen:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Jiangsu ist heute eine der wohlhabendsten und dichtest besiedelten Provinzen der Volksrepublik. Schwerindustrie, Chemie, Bergbau und Hightech sind die Industriesparten, die hier vertreten sind. Das südliche Jiangsu ist eine der reichsten Regionen Chinas, der Norden zählt dagegen zu den ärmeren Gebieten. Trotz seines Ressourcenmangels nimmt Jiangsu Platz eins in der industriellen Fertigung ein; der Produktionswert liegt fast 24 Prozent über dem Guangdongs, der Provinz auf dem zweiten Platz.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Jangtsekiang-Brücke, Changjiang Daqiao, ist ein technisches Meisterwerk, das die Chinesen ohne ausländische Unterstützung bewerkstelligen mussten, da die sowjetischen Berater 1960 das Land verließen und westliche Fachleute das Projekt für technisch undurchführbar hielten. Von 1960 bis 1968 wurde an der doppelstöckigen, zweispurigen Eisenbahn- und Autobrücke gebaut. Sie überspannt den Jangtsekiang mit einer Breite von fast 20 Metern und ist mit den Zubringern fast 7 Kilometer lang. Die Brücke ruht auf neun 80 Meter hohen Stützpfeilern im Strom, der hier 20 Meter tief ist.

Suzhous Gärten wurden im Laufe der letzten Jahrhunderte von reichen Beamten, Kaufleuten und Grundherren angelegt. Hierhin zogen sich Würdenträger zurück, um die letzten Jahre ihres Lebens in Ruhe zu verleben. Die Baumeister hatten die Aufgabe, auf einem begrenzten Raum eine maximale Anzahl von Szenerien zu schaffen. Wichtigste Elemente waren Teiche und Berge. Da Suzhou in einer Niederung liegt, war es ein Leichtes, Teiche anzulegen, denn in 1–2 m Tiefe gab es schon Grundwasser. Die durch das Ausheben gewonnene Erde wurde zu Hügeln aufgeschüttet. Häufig anzutreffen sind die so genannten Taihu-Steine. Die Gärten sollten eine teils ländliche, teils städtische Atmosphäre wiedergeben.

33.027088119.707031Koordinaten: 33° N, 120° O