Jim Anderton’s Progressive

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Jim Anderton's Progressive
Logo der Partei Jim Anderton's Progressive
Partei­vorsitzender Jim Anderton
Gründung 2002
Gründungs­ort Christchurch
Haupt­sitz Tulloch Group, 2 Baigent Way
Christchurch
Aus­richtung links
Farbe(n) burgundrot, grau
Parlamentsmandate 1
Website www.progressive.org.nz

Jim Anderton's Progressive ist eine im politischen Spektrum Neuseelands links angesiedelte Partei. Sie wurde 2002 als New Zealand Progressive Party von Jim Anderton, einem früheren Labour-Politiker und Vizepremierminister unter der Regierung von Helen Clark, gegründet und 2005 nach seinem Gründer umbenannt. Die Partei ist über Anderton mit der Labour Party liiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Jim Anderton's Progressive ist, wie der Name schon ausdrückt, eng mit der Person Jim Anderton verbunden. Anderton war bis 1989 in der Labour Party, für die er seit 1984 im House of Representatives saß.[1] Er verließ, verärgert über die marktliberale Politik der Labour-Regierung unter David Lange und seinem Finanzminister Roger Douglas, 1989 die Partei und gründete zuerst New Labour. 1996 brachte er New Labour in die 1991 gegründeten Alliance mit ein, die in der Wahl in dem Jahr 13 Parlamentssitze errang.[2] Er hatte bis 2002, dem Jahr der Spaltung von Alliance, den Parteivorsitz inne. Die Spaltung erfolgte wegen Differenzen über die Nähe zu Labour, wobei speziell Anderton in der Kritik stand zu eng mit Labour verbunden zu sein.

Jim Anderton verließ folglich mit einigen Unterstützern die Alliance und gründete 2002 mit seinen Anhängern die New Zealand Progressive Party. Zu den Parlamentswahlen am 27. Juli 2002 ging Anderton mit der NZ Democratic Party eine Koalition ein.[3] Sie traten als Progressive Coalition zu den Wahlen an und erreichten mit 1,7 % ein Direktmandat und ein Listenmandat.[4] Die Parteienverbindung, die eine Regierungskoalition mit Labour einging, hielt bis zum 15. April 2004. Danach führte Anderton die Koalition mit Labour über seine eigene Partei weiter[1], die dann laut Parteisatzung nur noch Progressive Party oder in der Kurzform Progressive nannte.[5] Die Koalition mit Labour hielt über die Wahl 2005 hin bis zum Verlust der Regierungsmacht für Labour in 2008. Anderton verspürte keine Lust mit der National Party über eine Regierungsbeteiligung oder Unterstützung nachzudenken und ging mit seinem Direktmandat wie Labour in die Opposition.[6] Den Namen Jim Anderton's Progressive gab er seiner Partei vor der Parlamentswahl im Jahr 2005.[4]

Anderton hielt am 4. Oktober 2011 im Parlament seine Abschiedsrede und trat für die Parlamentswahl am 26. November 2011 nicht mehr an.[2] Auch seine Partei trat für die landesweite Wahl nicht mehr an.[7] Die Zukunft der auf Anderton zentrierte Partei ist derweil noch offen.

Parlamentswahlen[Bearbeiten]

General Election Stimmen- anteil Direkt- mandate Mandate über Liste Sitze insgesamt
2002 1,7 % 1 1 2
2005 1,2 % 1 0 1
2008 0,91 % 1 0 1

Quellen: Election New Zealand[4][8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Homepage. Jim Anderton's Progressived, abgerufen am 22. November 2011 (HTML, englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hon Jim Anderton. New Zealand Parliament, archiviert vom Original am 24. August 2011, abgerufen am 24. August 2014 (HTML, englisch).
  2. a b Jim Anderton signs off after 27 years. Television New Zealand (TVNZ), 4. Oktober 2011, abgerufen am 22. November 2011 (HTML, englisch).
  3.  Grant Marc Gillon, Massey University (Hrsg.): Formation, Durability and Susceptibility - Coalition Traits that Affected New Zealand’s MMP Governments of 1996-2002. North Shore City 2007 (Dissertation).
  4. a b c General elections 1996-2005 - seats won by party. Elections New Zealand, abgerufen am 20. November 2011 (HTML, englisch).
  5. Constitution of the New Zealand Progressive Party. Elections New Zealand, archiviert vom Original am 20. Juli 2011, abgerufen am 24. August 2014 (PDF (101 kB), englisch).
  6. Anderton to stay with Labour, even in opposition. New Zealand Herald - Online Edition, 19. November 2008, abgerufen am 22. November 2011 (HTML, englisch).
  7. Candidates locked in for election. New Zealand Herald - Online Edition, 2. November 2008, abgerufen am 22. November 2011 (HTML, englisch).
  8. Official Count Results - Successful Candidates. Elections New Zealand, abgerufen am 20. November 2011 (HTML, englisch).