Jim Hall (Musiker)

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James Stanley Hall (* 4. Dezember 1930 in Buffalo, New York) ist ein US-amerikanischer Jazzgitarrist und Komponist.

Jim Hall 2005
Jim Hall 2005

Hall lernte privat Gitarre; mit 13 Jahren spielte er in den Bars der Nachbarschaft in seiner Heimatstadt Cleveland und studierte schließlich Musik am Cleveland Institute of Music. Nach Jobs in lokalen Bands verließ er die Schule und zog 1955 nach Los Angeles, wo er zunächst bei Bob Hardaway und Ken Hanna spielte, bevor er im Quintett von Chico Hamilton bekannt wurde, wo er Howard Roberts ersetzte und 1958 auf dem Newport Jazz Festival spielte. Daneben gehörte er von 1956 bis 1959 zum Trio von Jimmy Giuffre und unterrichtete 1957 bis 1959 auf den Sommerkursen der Lenox School of Jazz. 1959 kehrte Hall kurz zu Giuffre zurück, um dann in der Band von Ben Webster zu spielen. Zwischen 1960 und 1961 gehörte er zur Begleitband von Ella Fitzgerald und arbeitete außerdem in New York mit Lee Konitz. 1961 und 1962 arbeitete er in der Gruppe von Sonny Rollins, bevor er ein Trio mit Tommy Flanagan und Percy Heath und ein Quartett mit Art Farmer gründete. Aus dieser Zeit existieren außerdem Platten mit Bill Evans, Paul Desmond, Gerry Mulligan, Coleman Hawkins, Gunther Schuller und John Lewis.

1965 leitete er ein eigenes Trio (mit Red Mitchell und Colin Bailey), musste aber daneben einer Tätigkeit als Studiomusiker nachgehen. Nach 1972 war er im Duo mit Ron Carter oder Oscar Peterson aufgetreten, daneben aber auch als unbegleiteter Solist. Seit über einem Jahrzehnt spielt er regelmäßig in Duo mit Pat Metheny. Zu seinem regulären Trio (derzeit mit Scott Colley und Lewis Nash) holt er gelegentlich Gäste wie Joe Lovano, Greg Osby, Kenny Barron oder Slide Hampton. Im Projekt “Jim Hall & Basses” spielte er mit Scott Colley, Charlie Haden, Dave Holland, George Mraz und Christian McBride.

Hall, der bereits in den 1950ern zum Third Stream beigetragen hat, hat in den letzten Jahren vermehrt großformatige Kompositionen geschrieben, zuletzt “Peace Movement”, ein Concerto für Gitarre und Symphonie Orchester, das anlässlich des First World Guitar Congress im Juni 2004 mit der Baltimore Symphony uraufgeführt wurde.

Bedeutende Kollegen bezeichnen ihn als größten lebenden Gitarristen des Jazz; Gitarristen wie John McLaughlin, Larry Coryell, John Scofield und Pat Metheny bezeichnen Jim Hall als ihr Vorbild. 1998 erhielt er den hochdotierten Jazzpar-Preis. Er lebt mit seiner Frau, der Psychoanalytikerin Jane Hall, in Greenwich Village.

[Bearbeiten] Literatur/Quelle

  • Jim Hall im Interview mit Jim Ferguson & Arnie Berle, Mai 1983. In: Donn Menn (Hg.): Secrets from the Masters. San Francisco, GPI Books, 1992

[Bearbeiten] Weblinks

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