Jim Inhofe

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James Inhofe

James Mountain „Jim“ Inhofe (* 17. November 1934 in Des Moines, Iowa) ist ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) und Senator für den Bundesstaat Oklahoma.

Jugend und frühe Karriere[Bearbeiten]

Inhofe zog als Kind mit seiner Familie nach Tulsa, Oklahoma. Er diente von 1957-1958 in der United States Army[1]. 1973, mit 39 Jahren, erwarb er einen B.A. an der University of Tulsa[1]. Inhofe arbeitete als Präsident der Quaker Life Insurance Company, die in seiner Amtszeit Insolvenz anmeldete.[2]

Er ist seit 1959 mit Kay Inhofe, geb. Kirkpatrick verheiratet, mit der er vier Kinder hat.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Inhofe engagiert sich seit den 1960ern politisch. Von 1967 bis 1969 saß er für die Republikaner im Repräsentantenhaus von Oklahoma und von 1969 bis 1977 im Senat des Staates. Die letzten vier Jahre war er dort republikanischer Oppositionsführer. 1976 verzichtete er auf eine Wiederwahl, um letztlich erfolglos für das US-Repräsentantenhaus zu kandidieren: Erst 1978 gewann er wieder ein politisches Amt: Er wurde Bürgermeister von Tulsa; ein Amt, das er bis 1984 ausübte.

Kongress[Bearbeiten]

Nachdem der demokratische Sitzinhaber Jim Jones nicht mehr zur Wiederwahl antrat, kandidierte Inhofe wieder und gewann ebenso seine erste Wahl 1986 wie die Wahlen in den Jahren 1988, 1990 und 1992 in einem Bezirk, der seitdem eine republikanische Hochburg ist.

1994 wählte die University of Oklahoma den damaligen demokratischen Senator aus Oklahoma, David Boren, zu ihrem Präsidenten. Boren kündigte an, als Uni-Präsident anzutreten, sobald ein Nachfolger im Senat gewählt sei, und so fand in Oklahoma eine Nachwahl statt, zu der Inhofe antrat. Die Wahl, die zeitgleich mit den Kongresswahlen 1994 stattfand, führte landesweit zu einem republikanischen Erdrutschsieg, in dessen Zug auch Inhofe sein Amt gewann. Er saß für die verbleibenden zwei Jahre von Bowens Wahlperiode im Senat, bevor er sich 1996 mit einem weiteren Wahlsieg für die regulären sechs Jahre bestätigen ließ. Im Senat war er von 2003 bis 2007 Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und öffentliche Bauten und hat ebenfalls einen Sitz im Streitkräfteausschuss.

Politische Positionen[Bearbeiten]

Inhofe gilt als ausgesprochen konservativer Republikaner. Bei der Wahl zum Senat 1994 warb er mit dem Slogan "God, Guns and Gays" (Gott, Waffen und Schwule) und sprach sich öffentlich für Schulgebete, gegen die Kontrolle von Waffenbesitz und gegen die Zulassung Homosexueller zum Militär aus.[3] Inhofe hat außerdem mehrfach öffentlich verlauten lassen, dass er die anthropogene globale Erwärmung ebenso wie die meisten Vorhersagen über das Ozonloch für eine Erfindung hält. Als Vorsitzender des Senats-Umweltausschusses blockierte er einen Gesetzentwurf, der sowohl den Ausstoß von Treibhausgasen vermindert als auch einen Handel mit Emissionsrechten vorgeschrieben hätte. Den Roman Welt in Angst, der von einer weltweiten Verschwörung von Umweltschützern handelt, machte Inhofe zur Pflichtlektüre für den Senatsausschuss.[4] Einen Militärschlag gegen Syrien lehnt Inhofe ab.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: James Inhofe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b James Mountain Inhofe, Biographical Directory of the United States Congress
  2. Hyde Mulvihill APC Lawyers - "Insurers in Liquidation, Rehabilitation and under Conservation/Supervision"
  3. Oklahoma's Inhofe on attack again in Senate race, USA Today, 18. September 2008
  4. Michael K. Janofsky: Michael Crichton, Novelist, Becomes Senate Witness, New York Times, 29. September 2005
  5. http://www.welt.de/politik/ausland/article119676088/Einflussreiche-Republikaner-wollen-Assad-angreifen.html