Jim O’Neill

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Jim O’Neill

Terence James „Jim“ O’Neill (* 17. März 1957 in Manchester, England) ist ein Ökonom und Chefvolkswirt bei Goldman Sachs.

Leben[Bearbeiten]

Jim O’Neill wurde am 17. März 1957 in Manchester geboren.[1] Er wuchs in Gatley auf, einem Vorort von Manchester. Nach dem Besuch der Burnage High School studierte er Wirtschaftswissenschaft an der Universität von Sheffield.[2]

Er ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Fan von Manchester United. Er war daher von 2004 bis 2005 Aufsichtsratsmitglied von Manchester United bis Malcolm Glazer 2005 die Mehrheit am Verein übernahm. Er gehört einer Red Knights genannten Gruppe von wohlhabenden Fans an. Diese Gruppe plante 2010, den Verein von Malcolm Glazer zu übernehmen.[3]

Karriere[Bearbeiten]

Er wurde bekannt durch die Veröffentlichung einer Abhandlung im November 2001, in der er das starke Wirtschaftswachstum Brasiliens, Russlands, Indiens und der Volksrepublik China prognostizierte. Er verwendete dabei die Abkürzung BRIC, welche für die Anfangsbuchstaben der vier Länder steht. Der Begriff wurde später weltweit bekannt und häufig verwendet, nachdem die vier Staaten ein starkes Wirtschaftswachstum aufweisen konnten.

Im Dezember 2005 veröffentlichte er die Liste der Next Eleven, bestehend aus elf Staaten mit hoher Bevölkerungszahl, die einen ähnlichen wirtschaftlichen Aufschwung erleben könnten wie die BRIC-Staaten. Weitere Abkürzungen wie MIKT (Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei) stammen ebenfalls von ihm. Allerdings sind diese vier Staaten bereits unter den Next Eleven. O’Neill hat durch seine korrekten Prognosen sehr viel Geld an den Devisenmärkten weltweit verdient. Er wird von vielen Experten als einer der besten Ökonomen im Bereich der Entwicklungs- und Schwellenländer benannt. Er ist derzeit im internationalen Beirat des Centre for Rising Powers an der Universität Cambridge.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie von „Jim“ O’Neill
  2. Profil von Jim O’Neill
  3. Red Knights planen Übernahme von Manchester United (Englisch), rte.ie, 2. März 2010, abgerufen am 25. August 2013
  4. Centre for Rising Powers