Jim Rathmann

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Jim Rathmann
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Erster Start: Indianapolis 500 1950
Letzter Start: Indianapolis 500 1960
Konstrukteure
1950 John Lorenz · 1952 Grancor Auto Specialists · 1953 Ernest L Ruiz · 1954 Ed Walsh · 1955 South California Muffler Co. · 1956–1959 Lindsey Hopkins · 1960 Ken-Paul Inc.
Statistik
WM-Bilanz: WM-Achter (1960)
Starts Siege Poles SR
10 1 2
WM-Punkte: 29
Podestplätze: 4
Führungsrunden: 147 über 591 km
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Richard „Jim“ Rathmann (* 16. Juli 1928 in Valparaiso, Indiana; † 23. November 2011 in Melbourne, Florida[1]) war ein US-amerikanischer Rennfahrer.

Leben[Bearbeiten]

Um vor seinem 21. Geburtstag Autorennen bestreiten zu dürfen, was damals verboten war, präsentierte Richard Rathmann die Geburtsurkunde seines älteren Bruders James Rathmann. Als sein Bruder später ebenfalls Rennfahrer wurde, trat dieser unter dem Namen „Dick Rathmann“ an. Unter diesen - eigentlichen vertauschten - Namen sind die Brüder bis heute bekannt.

Jim, der erfolgreichere der beiden, begann seine Karriere mit Tourenwagenrennen, bevor er 1949 erstmals bei den Indianapolis 500 startete und zu einem der erfolgreichsten Champ-Car-Fahrer der 1950er wurde. 14 Mal trat er in Indianapolis an und bestritt zahlreiche weitere Rennen der Champ Car-Serie. Dreimal beendete er die 500 Meilen von Indianapolis als Zweiter (1952, 1957 und 1959) und galt bereits als ewiger Zweiter, bevor er seine Karriere mit einem Erfolg bei diesem Rennen 1960 krönen konnte. Da damals die Indy 500 Teil der Formel-1-Weltmeisterschaft waren, taucht sein Name auch in den Siegerlisten dieser Motorsportklasse auf.

Außerhalb Amerikas sah man Jim Rathmann nur ein einziges Mal, beim „Rennen der zwei Welten“ in Monza 1958, einem Vergleichsrennen zwischen den amerikanischen Champ Cars und den europäischen Formel-1-Boliden. Rathmann gewann dieses Rennen.

1956 fuhr Rathmann beim ersten Offshore-Rennen von Miami nach Nassau mit. Er brach sich jedoch wenige Minuten nach dem Start ein Bein und fuhr nie wieder Bootsrennen.[2]

Nach den Indy 500 1963, die er als Neunter beendete, zog er sich vom Rennsport zurück und eröffnete ein Cadillac- und Chevrolet-Autogeschäft in Florida, das er bis zu seinem Tod betrieb.[3]

Statistik[Bearbeiten]

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten]

Indy-500-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Startnr. Start Qual (km/h) Ergebnis Runden Führung Ausfall
1949 63 DNQ
68 21 203,580 11 175
1950 76 28 209,116 24 122
1952 59 10 219,398 2 200
1953 6 DNQ
2 25 218,304 72 112 1 Übergabe an Johnson
49 152 36 0 fuhr Hollands Wagen; Rd. 142-177; Motor
1954 59 DNQ
38 28 222,424 282 95 Übergabe an Flaherty
1 203 43 fuhr Hanks' Wagen; Rd. 149-191; Unfall
1955 33 20 223,196 14 191 0
1956 24 2 233,527 20 175 3 Ölverlust
1957 26 32 224,966 2 200 24
1958 2 20 230,341 5 200 0
1959 16 3 232,417 2 200 19
1960 4 2 235,539 1 200 100
1961 4 11 233,994 30 48 6 Magnetzündung
1962 10 DNQ
44 23 235,925 9 200 0
1963 16 29 237,888 24 99 0 Magnetzündung

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jim Rathmann, winner of historic 1960 Indianapolis 500, dies
  2. John O. Crouse in searace, herausgegeben 1989 im Eigenverlag, Miami, Florida, S. 13
  3. Jim Rathmann, 1960 Indianapolis 500 Winner, Dies at 83, von Douglas Martin, The New York Times, 2. Dezember 2011