Jim Sinclair

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Jim Sinclair (* Oktober 1940 in Lamesa, Texas) ist ein autistischer Aktivist.

Leben[Bearbeiten]

Als Mädchen geboren, sieht Sinclair sich heute als intersexuell und möchte als geschlechtsneutral angesehen werden. Sinclair möchte mit dem Geschlechtspronomen xe, einem als „neutral“ angesehenen Neologismus analog zum englischen he und she, bezeichnet werden.

Sinclair fing erst im Alter von zwölf Jahren an zu sprechen, in einem Alter, in dem autistische Kinder normalerweise nicht mehr anfangen zu sprechen. Laut eigenen Angaben wusste Sinclair nicht, dass Sprache dazu da ist, sich gegenseitig etwas mitzuteilen. Sinclair hat sich vielseitig für die Rechte von autistischen Menschen eingesetzt und ist somit als Autismusaktivist zu betrachten.

Laut eigenen Aussagen möchte Sinclair als autistische Person und nicht als Person mit Autismus betrachtet werden, denn der Autismus ist Sinclairs Auffassung nach kein Anhängsel, sondern eine Art zu sein, die jede Empfindung und jede Wahrnehmung färbt und somit untrennbar von der Person ist. Sinclair schrieb mehrere Artikel über Autismus, darunter Trauert nicht um uns, welcher an die Eltern autistischer Kinder gerichtet ist und diese auffordert, nicht ihre Trauer darüber, kein „normales“ Kind bekommen zu haben, an ihrem vorhandenen autistischen Kind auszulassen.

Ein weiterer ins Deutsche übersetzter Artikel von Sinclair ist Was bedeutet es, anders zu sein?, der den Autismus aus interner Sicht beschreibt und aufzeigt, dass es nichts Schlimmes ist, autistisch zu sein und die Menschen ihre Maßstäbe, die sie an autistische Menschen legen, überdenken sollten. Nach Sinclairs Ansicht funktionieren autistische Menschen nicht schlechter oder besser, sondern nur anders und, wenn man ihnen mit einer positiven Haltung gegenübertritt und sie die Dinge so tun lässt, wie sie es am besten können, werden sie viel mehr erreichen.

Sinclair ist der Leiter des Autism Network International.

Artikel[Bearbeiten]

Von Jim Sinclair veröffentlichte und ins Deutsche übersetzte Artikel: