Jim Wallis

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Jim Wallis (* 4. Juni 1948 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer evangelikaler Prediger, Gründer der christlichen Kommune Sojourners, Politaktivist, Präsidentenberater, Buchautor und Dozent für Politik und Religion in Harvard. Er gehört zu den führenden Personen der Linksevangelikalen (amerikanisch: Red-Letter Christians) weltweit.

Leben[Bearbeiten]

Er graduierte an der Michigan State University und besuchte die Trinity Evangelical Divinity School in Deerfield, Illinois, wo er bereits Gleichgesinnte um sich scharte. 1971 entstand daraus die christliche Kommune Sojourners, die er gründete und seitdem leitet. Er leitet außerdem die 1995 aus Sojourners hervorgegangene gemeinnützige Organisation Call to Renewal, die mit verschiedenen religiösen Personen, Organisationen und Kirchen zusammenarbeitet, um Armut zu beseitigen. Wallis ist befreundet mit dem Franziskaner und Buchautor Richard Rohr, mit dem er vor allem in der Friedensbewegung der 1970er Jahre zusammenarbeitete.

Seit dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush tat er sich auch als Kritiker von dessen theologischer Argumentation hervor. Er war auch geistlicher Berater von Hillary Clinton, Barack Obama und sprach am World Economic Forum in Davos, um seine Sichtweise einzubringen. Er schreibt regelmäßig Kolumnen für das Online-Magazin der Sojourners, seine Schriften werden aber auch öfter in einflussreichen Medien veröffentlicht, und er hält einen Kurs für Politik und Religion an der Harvard-Universität in Boston.

Heute lebt er mit seiner Frau Joy und den Söhnen Luke und Jack in der Innenstadt von Washington, D.C.. [1] [2] [3]

Werke[Bearbeiten]

in Englisch[Bearbeiten]

  • The New Radical. 1983, ISBN 0-856-48594-2. (Autobiografie)
  • Who Speaks for God? 1996
  • Faith Works. 2000
  • God's Politics: Why the Right Gets It Wrong and the Left Doesn't Get It. Harper Collins, 2005
  • The Great Awakening. Reviving Faith and Politics in a Post-Religious Right America, HarperOne 2008, ISBN 978-0-060-55829-1

in deutscher Uebersetzung[Bearbeiten]

  • Bekehrung zum Leben. Nachfolge im Atomzeitalter. Brendow, Moers 1983 und 2001. ISBN 978-3-870-67208-9 (Originalausgabe: The Call to Conversion. 1981)
  • Wiederbelebung. Meine Pilgerreise. Brendow, Moers 1986. ISBN 978-3-870-67244-7
  • Friedensstifter. Brockhaus, Wuppertal 1989, ISBN 3-922-81909-5. (Herausgeber)
  • Die Seele der Politik. Claudius, München 1995, ISBN 3-532-62182-7. (Originalausgabe: The Soul of Politics. 1994)
  •  Wer, wenn nicht wir. Streitbare Visionen für eine gerechte Politik. 1. Auflage. Brendow, Moers 2007, ISBN 3-86506-167-2 (493 S., übersetzt von Martin Rometsch).
    Englische Originalausgabe: God's Politics: Why the Right Gets It Wrong and the Left Doesn't Get It. Harper Collins, 2005

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Jim Wallis in Christianity Today
  2. [2] Jim Wallis in The Huffington Post
  3. http://sojo.net/jim-wallis