Jimmy Cliff

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Jimmy Cliff (2012)
Jimmy Cliff am Picture on festival in Bildein (2012)

Jimmy Cliff (* 1. April 1948 in St. Catherine, Jamaika als James Chambers) ist ein jamaikanischer Reggaekünstler, der durch Songs wie "Many Rivers To Cross" aus dem Soundtrack Album "The Harder They Come" bekannt wurde und mit diesen am weltweiten Durchbruch der Reggaemusik beteiligt war.

Karriere[Bearbeiten]

Cliffs Karriere begann noch in der Ska-Ära mit dem Lied "Hurricane Hattie", welches ein Hit wurde; das Lied wurde von Leslie Kong produziert, bei dem Cliff bis zu Kongs Tod blieb. Spätere Erfolge umfassen Lieder wie z. B. "King of Kings" und "Pride and Passion", die außerhalb Jamaikas nie gut verkauft wurden. 1964 wurde Cliff zu einem der jamaikanischen Vertreter bei der Weltausstellung in New York gewählt. Kurz darauf unterschrieb er bei Island Records und zog nach Großbritannien. Sein internationales Debüt war das Album "Hard Road to Travel", das sehr gute Kritiken bekam und "Waterfall" beinhaltet, ein brasilianischer Hit, der das "International Song Festival" gewann.

Nach "Waterfall" folgten "Wonderful World, Beautiful People" und "Vietnam", die beide weltweit bekannt sind. Der Protestsänger Bob Dylan meinte sogar, "Vietnam" sei das beste Protestlied, das er jemals gehört habe. Das Album "Wonderful World" beinhaltete eine Coverversion von "Wild World" (Cat Stevens), welches 1970 sehr erfolgreich war.

Der Soundtrack zu "The Harder They Come" (ein Reggaefilm, in dem Cliff die Hauptrolle spielt), war ein großer Erfolg und verkaufte sich weltweit, verschaffte Cliff aber nur geringen Erfolg in der breiten Masse. Nach einer Reihe von Alben machte Cliff eine Pause, reiste nach Afrika und erforschte seinen neugefundenen muslimischen Glauben. Er kehrte schnell zur Musik zurück und ging jahrelang auf Tournee, bevor er 1983 mit Kool & The Gang "The Power" aufnahm. Sein Song "Reggae Night" aus dem Jahr 1983 wurde 1984 für den Grammy Award for Best Reggae Recording nominiert und das Folge-Album Cliff Hanger (1985) gewann 1986 den Grammy Award. Auch für die Grammies 1987, 1989 und 1993 wurde er in dieser Kategorie nominiert. 1993 kehrte er mit "I Can See Clearly Now" (aus dem Soundtrack zu "Cool Runnings") in die US-Charts zurück und auch sein Album Breakout wurde erneut für einen Grammy nominiert. Im Jahr 2005 wurde das Album Black Magic für einen Grammy nominiert. Bei den 55. Grammy Verleihungen 2013, gewann sein Album "Rebirth" den Grammy Award for Best Reggae Album.

Lieder von Jimmy Cliff wurden von vielen Künstlern weltweit in Coverversionen aufgenommen. Unter anderem spielt Bruce Springsteen eine Version von Cliffs "Trapped" seit 1981 auf vielen Konzerten; von 1992 bis 1993 war Cliffs "Many Rivers to Cross" ebenfalls Bestandteil von Springsteens Liveauftritten. Cliffs "You can get it if you really want" aus der Filmmusik zu "The Harder They Come" wurde für Desmond Dekker ein internationaler Hit.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1968: Hard Road to Travel (erschien in Jamaica unter dem Namen "Can't get enough of it")
  • 1970: Wonderful World
  • 1971: Another Cycle
  • 1972: The Harder They Come
  • 1973: Struggling Man
  • 1974: House of Exile
  • 1974: Music Maker
  • 1975: Brave Warrior
  • 1976: Follow My Mind
  • 1977: Unlimited
  • 1978: Give Thanx
  • 1979: Goodbye Yesterday
  • 1979: Oh Jamaica
  • 1980: I am The Living
  • 1981: Give The People What They Want
  • 1981: House Of Exile
  • 1982: Special
  • 1983: Power & The Glory
  • 1984: Can't Get Enough Of It
  • 1985: Sense Of Direction
  • 1985: Cliff Hanger
  • 1987: Fundamental Reggae
  • 1987: Hanging Fire
  • 1990: Images
  • 1991: Reggae Greats
  • 1992: Breakout
  • 1994: Gold
  • 1995: Samba Reggae
  • 1996: Reggae Man
  • 1996: Super Hits
  • 1996: Higher and Higher
  • 1998: Journey of Lifetime
  • 1999: Samba Reggae
  • 2000: Humanitarian
  • 2003: Anthology
  • 2004: Black Magic
  • 2010: Existence
  • 2012: Rebirth (gewann den Reggae Grammy Award 2013)

Singles[Bearbeiten]

  • "Wonderful World, Beautiful People" - 1969 (UK #6, US #25, NL #12)
  • "Vietnam" - 1969 (DE #15, UK #46, NL #26)
  • "Sufferin' In The Land" - 1970 (NL #26)
  • "Come Into My Life" - 1970 (US #89)
  • "Wild World" - 1971 (UK #8, AT #20, CH #2, NL #3)
  • "Goodbye Yesterday" - 1971 (NL #25)
  • "Treat The Youths Right" - 1983 (NL #13)
  • "Reggae Night" - 1983 (DE #35, UK #91, NL #6)
  • "Sunshine In The Music" - 1984 (NL #13)
  • "Hot Shot" - 1984 (FR #24)
  • "We All Are One" - 1984 (UK #93, NL #33)
  • "Many Rivers To Cross" - 1993 (FR #37)
  • "I Can See Clearly Now" - 1993 (DE #52, UK #23, US #18, NL #39, FR #1)
  • "(Your Love Keeps Lifting Me) Higher And Higher" - 1994 (DE #52)
  • "Hakuna Matata" - 1995 (DE #77, CH #32, NL #10, FR #7) (feat. Lebo M.)
  • "Melody Tempo Harmony" - 1995 (FR #6) (feat. Bernard Lavilliers)

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 129-131 – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Honour for 'the rebel', Jamaica Observer vom 21. Oktober 2003. Abgerufen am 9. Februar 2012.