Jimmy Jump

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jimmy Jump (mit bürgerlichem Namen Jaume Marquet i Cot; * 14. März 1976 in Sabadell) ist ein sogenannter Flitzer aus Sabadell in Katalonien, Spanien. Durch das Flitzen hat er Schulden im Wert von 200.000 Euro angehäuft, die er aufgrund seiner Arbeitslosigkeit nicht bezahlen kann.[1] Vor seiner Arbeitslosigkeit arbeitete er als Immobilienmakler und Buchhändler.

Öffentliches Inerscheinungtreten[Bearbeiten]

2002

Zum ersten Mal trat Jimmy Jump 2002 beim Abschiedsspiel des langjährigen Barça-Profis Abelardo in Erscheinung, als er auf den Rasen des Camp Nou stürmte.

2004

Am 9. Juni 2004 kreuzte er während des laufenden Warm-ups der Formel 1 auf dem Circuit de Catalunya die Strecke. Im selben Jahr, beim Finale der Fußball-Europameisterschaft 2004 am 4. Juli 2004 im Estádio da Luz in Lissabon, lief er in den letzten Minuten des Spiels zwischen Griechenland und Portugal auf den Platz, um schließlich ins Netz des griechischen Tores zu springen. Zuvor bewarf er den portugiesischen Spieler Luis Figo aus Verärgerung über dessen Wechsel zum Ligarivalen Real Madrid mit einer Flagge des spanischen Fußballvereins FC Barcelona.

2007

Am 23. Mai 2007 rannte Jimmy Jump in Athen beim Finale der Champions League 2006/07 zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool in der zweiten Halbzeit über das Spielfeld. Auch in München, beim Abschiedsspiel für Mehmet Scholl am 15. August, schaffte er es auf den Rasen und gratulierte Lionel Messi nach seinem Torerfolg gegen die Bayern.

Lionel Messi (links) und Jimmy Jump (rechts) am 15. August 2007 in der Allianz Arena München

Beim Finale der Rugby-WM in Paris zwischen England und Südafrika stürmte er am 20. Oktober kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit den Rasen.

2008

Am 25. Juni 2008 „flitzte“ er beim Halbfinalspiel Deutschland gegen die Türkei über den Rasen des St.-Jakob-Parks in Basel. Auf seinem T-Shirt stand „Tibet is not China“. Jimmy Jump wurde von den Ordnern zu Fall gebracht. Diese Aktion war nur im Schweizer Fernsehen und dem wegen Bildstörung ebenfalls das Schweizer Signal nutzenden ZDF zu sehen, da die UEFA solche Aktionen in ihren TV-Übertragungen zu unterbinden versucht.

2009

Während des Herreneinzel Finale der French Open 2009 am 7. Juni in Paris zwischen Roger Federer und Robin Söderling, schaffte Jimmy Jump es auf das Feld zu gelangen. Er stürmte mit einer FC-Barcelona-Flagge auf Federer zu, versuchte ihm eine katalanische Volksmütze über den Kopf zu stülpen, machte einen Sprung über das Netz und wurde im Anschluss von einem Mitglied des Sicherheitsdiensts zu Fall gebracht und vom Platz geführt.

2010

Beim Finale des Eurovision Song Contests 2010 am 29. Mai 2010 in Oslo schlich sich Jimmy Jump während des Auftritts des Spaniers Daniel Diges in die Tanzchoreographie ein[2] und verließ die Bühne nach wenigen Sekunden, als das Sicherheitspersonal eingriff. Jimmy Jump wurde nach dem Vorfall nach Sandvika gebracht, wo man ihn inhaftierte.

Am 11. Juli stürmte er in Johannesburg vor Anpfiff des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen den Niederlanden und Spanien auf den Rasen des Soccer-City-Stadions, um der Siegertrophäe eine Barretina (katalanische Mütze) mit dem Schriftzug seiner Website überzustülpen. Bei dem Versuch wurde er jedoch von Sicherheitskräften gestellt und aus dem Stadioninnenbereich herausgetragen.[3] Er wurde von einem Schnellgericht zu einer Geldstrafe von 210 Euro verurteilt.[4]

Am 30. Juli rannte er beim Testspiel des FC St. Pauli gegen Racing Santander mit einer St.-Pauli-Fahne über das Spielfeld.[5]

2011

Am 14. Februar 2011 rannte er auf die Bühne bei der Verleihung des Goyas und sprach ein paar Worte bevor er von der Bühne gebracht wurde.[6]

Am 3. Mai rannte er beim Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid am Ende der Halbzeitpause auf das Spielfeld. Er wollte Cristiano Ronaldo noch eine Barretina aufsetzen, wurde dann aber vom Sicherheitspersonal letztendlich gestellt.

Beim Champions-League-Finale zwischen Manchester United und Barcelona am 28. Mai rannte er ebenfalls aufs Feld.

2012

Am 12. August 2012 war er beim DFL-Supercup Spiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund anwesend. Jedoch wurde er frühzeitig von einem Ordner vom Sicherheitszaun gezogen und gestoppt. Er wurde wegen Hausfriedensbruch und Erschleichen von Leistungen angezeigt.[7]

Am 19. November rannte er beim Zweitligaspiel Hertha BSC gegen FC St. Pauli zu Spielbeginn über den Rasen des Berliner Olympiastadions. Er wurde von einem Ordner zu Fall gebracht.[8]

2013

Am 12. Januar 2013 rannte er bei dem „Flexstrom-Cup“, einem Berliner Hallenturnier, nach der Begegnung zwischen Bayer Leverkusen und Real Madrid auf den Kunstrasen. Nachdem er bemerkte, dass kein Ordner ihn verfolgte, ging er alleine wieder vom Platz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tim Röhn: Ein Mann rennt seinen Weg. In: Spiegel Online vom 29. Februar 2012
  2. Eurovisions-Finale: Showdown der Show-Sternchen, abgerufen am 29. Mai 2010
  3. Bildblog: Wem mützt es?, abgerufen am 14. Juli 2010
  4. Die Welt: Berufsflitzer Jimmy Jump muss Geldstrafe zahlen Artikel vom 13. Juli 2010
  5. Jimmy Jump erobert St. Pauli
  6. YouTube-Video von Jimmy Jump bei der Verleihung des Goyas
  7. Pressebericht vom 15.08.2012. Polizeipräsidium München, 15. August 2012, abgerufen am 18. August 2012.
  8. http://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article111331968/Jimmy-Jump-kuendigt-naechsten-Besuch-bei-Hertha-an.html