Jimmy Sangster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

James Henry „Jimmy“ Kinmel Sangster (* 2. Dezember 1927 in Kinmel Bay, Wales; † 19. August 2011 in London[1]) war ein britischer Regisseur und Drehbuchautor, der vor allem durch seine Manuskripte für die zentralen Horrorfilmproduktionen der Hammer Films bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Sangster kam 1941 als zweiter Kameraassistent zum Film. Von 1944 bis 1954 wirkte er bei einer Fülle von B-Filmen als Regieassistent, darunter „Whispering Smith Hits London“, „Erpresserin“ (The Last Page), „Stolen Face“ und „Murder by Proxy“. Mehrfach arbeitete er dem Regisseur und späteren Hammer-Horrorfilmspezialisten Terence Fisher zu. Nachdem Sangster 1954 bei „Spionagenetz Hamburg“ (Break in the Circle) als Production Manager gearbeitet hatte, verpflichtete ihn 1955 die 'Hammer-Film' auf Empfehlung Fishers als Drehbuchautoren.

Mit seinen Manuskripten zu den Remakes berühmter Gruselfilmklassiker wie Dracula, Frankenstein und Die Mumie, deren Neuverfilmungen von seinem Lehrmeister Fisher in Szene gesetzt wurden, war er in der zweiten Hälfte der 50er Jahre maßgeblich an der Erfolgsstory dieser bis zu diesem Zeitpunkt unbedeutenden, kleinen Londoner Produktionsfirma beteiligt. Noch Anfang der 70er Jahre zollte ihm sein Freund und Förderer Fisher Respekt. In Bezug auf den ersten großen Hammer-Film-Erfolg Frankensteins Fluch sagte er: „The greatest credit ought to go to Jimmy Sangster, who wrote the scripts and managed to make the original story so cinematic“.[2]

Daraufhin produzierte Jimmy Sangster in den 60er Jahren auch mehrere Hammer-Filme. Von 1969 bis 1971 ließ man ihn darüber hinaus drei weniger bedeutende Horrorgeschichten inszenieren – alles in allem recht schwache Arbeiten. Mit dem Niedergang der Hammer-Film im Laufe der frühen 70er Jahre konzentrierte sich Jimmy Sangster auf seine Tätigkeit für das Fernsehen. Zu einer Reihe von US-Serien (Cannon, Der Chef, Columbo) und einzelnen Filmen verfasste er die Drehbücher. Bei einigen dieser Inszenierungen zeichnete er auch als Produzent verantwortlich.

Im Jahre 1977 wurde Sangster von der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films für seine Karriere als Drehbuchautor mit der Golden Scroll, dem Vorgängerpreis der Saturn Awards, ausgezeichnet.

Nach zwanzig Jahren Kinoabstinenz kehrte der 72-jährige Autor mit dem Drehbuch zu dem deutschen Thriller mit Horrorelementen Flashback – Mörderische Ferien auf die große Leinwand zurück. Jimmy Sangster hat sich auch als Schriftsteller hervorgetan und insgesamt acht Romane verfasst.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. cifinow.co.uk
  2. The House of Horror. The Story of Hammer Films. Edited by Allen Eyles, Robert Adkinson, Nicholas Fry. London 1973. S. 14.