Jingo de Lunch

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Jingo de Lunch
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore Punk, Melodycore
Gründung 1987
Auflösung 1996
Neugründung 2006
Website http://www.jingo-de-lunch.com/
Aktuelle Besetzung
Yvonne Ducksworth
Gary Schmalzl ab 2009
Henning Menke
Steve Hahn
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Joseph Ehrensberger bis Dez. 2007
E-Gitarre
Tom Schwoll
bis 1994/ ab 2006 bis 2009
E-Gitarre
Tico Zamora
ab 2008 bis 2009

Jingo de Lunch ist eine deutsche Rockband, die im April 1987 in Berlin gegründet wurde. Mit einer Frauenstimme im Vordergrund und ausschließlich englischen Songtexten spielt sie eine Mischung aus Hardrock und Punk.

Bandname[Bearbeiten]

In einem Interview am 3. September 2007 in der Punksendung „New Rose Radio“ auf dem offenen Kanal Berlin erklärten Yvonne Ducksworth und Henning Menke die Entstehung und Bedeutung des Namens. Auf der Suche nach einem Namen hätten sie ein englisches Wörterbuch durchgeblättert, bis sie auf das Wort „Jingo“ stießen, das umgangssprachlich „chauvinistischer, patriotischer, aggressiver Mensch“ bedeutet. „De Lunch“ heißt so viel wie „sich auskotzen“.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Jingo de Lunch wurde in Berlin gegründet. Frontfrau Yvonne Ducksworth kam ursprünglich aus Kanada und hatte zuvor, genauso wie die Gitarristen Josef Ehrensberger und Tom Schwoll sowie Bassist Henning Menke, in verschiedenen Punk- und Heavy-Metal-Bands Erfahrungen gesammelt. Steve Hahn kam aus der Punkszene rund um den Bodensee. 1987 spielte die Band in nur sieben Tagen ihr Debütalbum Perpetuum Mobile ein. Kurz darauf gewannen sie einen vom Berliner Senat ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerb. Die Band wurde anerkennend von der Independentszene aufgenommen und brachte in regelmäßigen Abständen Alben auf den Markt. Jingo de Lunch spielten im Vorprogramm der Ramones, der Bad Brains und der Rollins Band sowie von Motörhead und den Toten Hosen.

Der kommerzielle Durchbruch blieb jedoch aus. Tom Schwoll verließ die Band 1994 und wechselte zu Extrabreit. 1997 gingen auch die anderen Bandmitglieder getrennte Wege. Yvonne Ducksworth zog in die USA, und Steve Hahn wurde Roadie bei den Toten Hosen.[1] Henning Menke und Joseph Ehrensberger schlossen sich ebenfalls anderen Bands an.

Im Sommer 2006 ging Jingo de Lunch in alter Besetzung auf Tour durch Deutschland, Österreich und Italien. 2007 kam The Independent Years, eine Kompilation ihrer alten Songs auf den Markt. Im Dezember 2007 verließ Joseph Ehrensberger aus persönlichen Gründen die Band. Die Gruppe entschied sich dafür, als Quartett weiterzumachen. Seit 2008 arbeitet Jingo de Lunch an neuen Songs. Im Mai und Juni 2008 gab die Band einige Konzerte in Deutschland und Spanien. Bei Auftritten und Jamsessions wurde Jingo de Lunch von Gitarrist Tico Zamora unterstützt. Seit 2009 wurden Tom Schwoll und Tico Zamora durch den neuen Gitarristen Gary Schmalzl ersetzt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1987 Perpetuum Mobile
  • 1989 Axe To Grind
  • 1990 Underdog
  • 1991 B.Y.E
  • 1994 Deja Voodoo
  • 2007 The Independent Years
  • 2010 Land of the Free-ks
  • 2011 Live in Kreuzberg

Singles[Bearbeiten]

  • 1988 Cursed Earth (EP)
  • 1990 Crawl
  • 1994 Dogs Day

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Steve Hahn

Weblinks[Bearbeiten]