Joachim August Zarnack

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Joachim August Christian Zarnack (* 21. September 1777 in Mehmke; † 11. Juni 1827 in Potsdam) war ein deutscher Prediger, Pädagoge und Volksliedsammler.

Nach dem Theologiestudium in Halle (Saale) wurde Zarnack Prediger und Lehrer der höheren Mädchenschule in Beeskow. 1815 wurde Zarnack als Erziehungsdirektor des „Großen Waisenhauses zu Potsdam[1] eingesetzt (früher „Königlich Potsdamsches Großen Militär-Waisenhaus und sein Mädchenhaus zu Schloss Pretzsch“). 1822 wurde er in einen Skandal verwickelt und zeitweise suspendiert.

Zarnack schrieb 1819/20 das tragische Liebeslied „O Tannenbaum“ in Anlehnung an das schlesische Volkslied „Ach Tannenbaum“ aus dem 16. Jahrhundert, das 1824 von Ernst Anschütz zum Weihnachtslied O Tannenbaum umgedichtet wurde.

Werke[Bearbeiten]

  • Deutsche Volkslieder II, Berlin 1820
  • Weisenbuch zu den Volksliedern für Volksschulen, 1820
  • Deutsche Sprichwörter zu Verstandesübungen für die Schulen bearbeitet. Maurer, Berlin 1820 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
  • Aehrenkranz deutscher Volksmährchen, 1828
  • zahlreiche pädagogische Schriften und Liedersammlungen
Lieder

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Wilhelm Spieker: Das Leben Joachim Aug. Christ. Zarnacks, vormaligen Direktors am großen Militairwaisenhause zu Potsdam. Frankfurt/Oder 1830.
  • Fritz JonasZarnack, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 44, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 699 f.
  • Ernst Block: Joachim August Christian Zarnack (1776 bis 1827). Vom Pfarrerssohn zum pädagogischen Direktor eines Militär-Waisenhauses. (Teil 95 von Bedeutende altmärkische Persönlichkeiten. In: Salzwedeler Volksstimme. Die Zeitung für die Altmark, Nr. 161, Donnerstag, 14. Juli 2005, Teil IV, S. 2)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]