Joachim Jaeger

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Joachim Jaeger (* 26. Mai 1935 in Johanngeorgenstadt) ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher.

Leben[Bearbeiten]

Jaeger stammt aus Johanngeorgenstadt im sächsischen Erzgebirge. Er ließ sich zum Maschinenschlosser ausbilden und nahm anschließend ein Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt auf. Danach studierte er Evangelische Theologie in Ost-Berlin und Naumburg.

1967 wurde Jaeger als evangelischer Pfarrer ordiniert. 1973 wurde er Studentenpfarrer in Halle (Saale). Danach war Jaeger Superintendent in Nordhausen und erlebte dort die politische Wende, in der er den „Runden Tisch“ moderierte. Ehrenamtlich betätigte er sich im Bereich der Denkmalpflege. 1994 trat er in den Ruhestand und lebt seither in Erfurt.

1986 war er zum Propst der Propstei Südharz in der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen berufen worden. Als solcher leitete er 1991 bis 1994 das Kuratorium der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Jaeger versteht sich als Theologe, der eine Beschränkung christlicher Existenz auf innerkirchliche Belange bestreitet und sich für die Gestaltung gerechter sozialer Verhältnisse einsetzt. Das kam z. B. zum Ausdruck in seiner Mitwirkung bei einem Seminarwochenende der Gemeindegruppe Kapellendorf der Christlichen Friedenskonferenz, wo er im Gottesdienst über das revolutionäre Wirken von Thomas Müntzer predigte.[1]

Joachim Jaeger hat zwei Töchter und zwei Söhne. Einer der Söhne ist der Rostocker Politiker der Grünen Johann-Georg Jaeger.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Befreiender Glaube für ein unfreies Volk. Thomas Müntzer zum 499. Geburtstag. Predigt in der Kirche zu Kapellendorf am 9. Oktober 1988, = Geschichtliches Lernen in der Gemeinde. Festschrift zum 50. Geburtstag von Stefan Müller, hg. Christliche Friedenskonferenz in Thüringen

Weblinks[Bearbeiten]