Joachim Peters

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Epitaph in St. Marien

Joachim Peters (* 1712 in Lübeck; † 27. November 1788 ebenda) war Kaufmann und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Peters entstammte einer Wismarer Familie und wurde aus der Kaufmannskorporation der Novgorodfahrer 1755 in den Lübecker Rat gewählt. 1773 wurde er Bürgermeister der Stadt. Sein Epitaph befindet sich in der ehemaligen Warendorp-Kapelle, einer Seitenkapelle der Lübecker Marienkirche. Es ist eine Arbeit des Straßburger Bildhauers Landolin Ohmacht, die um 1795 entstanden ist.[1]

Er wohnte im Hause Breite Straße Nr. 12. In diesem Hause ließ er 1762 im Erdgeschoss des Gartenflügels einen Saal mit einer aufwendigen, in Eiche geschnitzten Vertäfelung einrichten. Die Stadt Lübeck erwarb diesen denkmalgeschützten Innenausbau 1905 und versetzte ihn in das damals als Militärcasino, später als Finanzamt genutzte Haus Fleischhauerstraße 20, wo er heute noch von der Stadtverwaltung benutzt wird.[2] Es handelt sich um einen der herausragenden Räume des Rokoko in der Lübecker Altstadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jacob von Melle: Melle, Jacob von: Aus von Melle Nachricht von Lübeck, 1787, LebensBeschreibung des Senators Matth. Rodde 1783, und LebensBeschreibung des Consuls Joachim Peters 1788. o. D. [ca. 1792]
  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 895
  • Klaus J. Groth: Weltkulturerbe Lübeck - Denkmalgeschützte Häuser, Lübeck 1999. ISBN 3-7950-1231-7
  • Schaumann, Gustav; Bruns, Friedrich (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck, hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 165 ff., S. 315 ff.(Epitaph)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joachim Peters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Text der lateinischen Inschrift mit Erläuterung und Übersetzung bei: Adolf Clasen: Verkannte Schätze - Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch. Lübeck 2002, S. 15 f. ISBN 3795004756
  2. Vaterstädtische Blätter 1905, S. 160 ff.